​Inflation 2021: ​DIESE Faktoren entscheiden, wie lange die Inflation bleibt (alarmierend)

Die Inflation kommt mit immer größeren Schritten und erreicht von Monat zu Monat neue Höchststände. Doch wer glaubt, dass dieser Preisauftrieb in vielen Bereichen nur für kurze Zeit andauern wird, der könnte diesen Gedanken am Ende des Tages richtig teuer bezahlen. Denn die Zeichen stehen auf Sturm, sodass wir uns nicht nur in den kommenden Monaten, sondern möglicherweise sogar in der ganzen Dekade, auf höhere Inflationsraten gefasst machen könnten. Und auf die drei entscheidenden Treiber für diese Prognose werden wir in diesem Artikel einmal detaillierter eingehen.

Fakt ist, dass die Welt seit März 2020 eine andere ist. Die damit verbundenen Einschränkungen sowohl für uns Bürger als auch für Millionen von Unternehmen haben bis heute ihre Spuren hinterlassen. Diese Zeit bewirkt neben einem Nachfragestau auch ein kleineres Angebot, wegen vieler Pleiten aber vor allem auch wegen massiven Lieferschwierigkeiten durch Störung der Einkaufsketten.

Daher bin ich der festen Überzeugung, dass in Zukunft die Anlieferung „just in time“ aus allen Ecken der Welt nicht mehr grundlegend funktionieren wird und vor allem im Falle von China auch politisch hinterfragt wird. Und das kann dann die unterschiedlichsten Bereiche erfassen – von Mikrochips über Pharmazeutika bis hin zu Autobatterien für E-Autos. Denn es ist nachvollziehbar, dass die Unternehmen aus den vergangenen Monaten ihre hausinternen Lehren gezogen haben, und mehr vor Ort produzieren lassen, im Übrigen auch wegen des neuen Lieferkettengesetzes.

Und das ist natürlich teurer, und eben jene Kosten werden sich dann in der Preiskalkulation wiederfinden. Heißt also, dass das künftige Mehr an Sicherheit und Nachhaltigkeit in Lieferketten auf den Verbraucher umgewälzt wird und wir alle tiefer in die Tasche greifen müssen. Der zweite langfristige Treiber, dessen Auswirkungen die Inflationsraten auch in Zukunft entscheidend beeinflussen können, ist die Globalisierung.

Zwar leistete diese vor allem seit Anfang der 90er-Jahre einer deflationären Entwicklung Vorschub; doch dieser Trend läuft jetzt so langsam, aber sicher aus. Und federführend ist dabei das Problem der demografischen Entwicklung. Denn dank der Globalisierung wurden über die letzten drei Jahrzehnte billige Arbeitskräfte etwa aus Osteuropa in den globalen Produktionsprozess eingebunden, was insgesamt lohndämpfend wirkte.

Aber mittlerweile altert auch dort die Bevölkerung, sodass nicht mehr die Großzahl an billigen Arbeitskräften nachkommt; zumal auch die ehemaligen Billigkräfte hierzulande schon besser verdienen. Bedeutet also nichts anderes, als dass sich der ehemals deflationäre Faktor, der über Jahre dämpfend wirkte, umdreht. Dass das Ganze jetzt nicht von heute auf morgen passiert, ist natürlich auch klar; nichtsdestotrotz schreiben wir hier von einem Weitblick bis ins Jahr 2030. Und in diesem Zeitraum sehe ich die Löhne gleich doppelt zu einem starken Motor werden, der die Preise weiter hochtreibt.

In den USA fordert man beispielsweise bereits eine Erhöhung des Mindestlohns von 7,25 Dollar auf 15 Dollar und bei uns auf 12 Euro. Mit einem Blick auf die Preise führt das dann nun mal zur Verteuerung von Dienstleistungen oder anderen arbeitsintensiven Tätigkeiten. Hinzu kommt ein immer stärker in Erscheinung tretender Fachkräftemangel, der die Lohnspirale in diesen Segmenten ebenfalls kräftig nach oben drehen wird.

Der dritte und letzte entscheidende Treiber ist meiner Meinung nach der Rohstoffmarkt. Bereits jetzt steigen die Preise für Rohöl und Stahl parallel zur Erholung der Wirtschaft – vor allem in China. Und es ist absehbar, dass die Förderung von beispielsweise Elektromobilität oder erneuerbaren Energien in Europa und auch in den USA zu einer nachhaltigen Verteuerung hierfür benötigter Metalle wie Kupfer, Zinn, Kobalt oder Silber führt. Und das wird sich dann wiederrum auch auf die Produktpreise durchschlagen.

Rohstoffpreise

Quelle: ​www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/rohstoff-preisrally-inflation-101.html

​Dieses Mal haben Notenbanken aber keine großen Möglichkeiten mehr, dieser Preisspirale entgegenzuwirken. Denn in der Vergangenheit setzte nicht die Inflation an sich den Börsen zu, sondern vielmehr die dadurch ausgelösten Bremsmanöver der Zentralbanken. So gab es Anfang der 80er-Jahre beispielsweise Leitzinsen von 20 Prozent in den USA und 7,5 Prozent hierzulande, als die Inflation bis 14 Prozent in den Staaten und auf mehr als sechs Prozent bei uns hochschnellte.

Heute sind selbst auch nur ansatzweise hohe Zinsen undenkbar, weshalb sich die Gegenwehr der Notenbanken wohl in Grenzen halten dürfte. Denn das große Problem ist die astronomische Verschuldung von Staaten und Unternehmen, die bei Zinssätzen von drei oder vier Prozent sofort vor der Pleite stehen würden. Was das langfristig für Sie als Sparer und Anleger bedeutet, möchte ich anhand nachfolgender Reichenbeispiele einmal demonstrieren.

Verglichen mit dem Beginn der 90er-Jahre, sind von der damaligen Kaufkraft unseres Geldes nur mehr als 58 Prozent übrig. Das heißt konkret, dass Sie für 100 Euro heute nur noch Waren und Dienstleistungen bekommen, die damals umgerechnet weniger als 60 Euro kosteten. Statistisch betrachtet lag der jährliche Kaukraftverlust also umgerechnet bei 1,8 Prozent, was noch unter dem Wert von zwei Prozent liegt, den kürzlich die Europäische Zentralbank als offizielles Ziel definiert hat.

Und liegt die Inflationsrate jedes Jahr im Schnitt bei eben jenen zwei Prozent, sind von heute 100 Euro in 30 Jahren nur noch weniger als 55 Euro Kaufkraft übrig. Diese Zahlen sollten eigentlich jedem die Augen öffnen, denn ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und glaube, dass wir über kurz oder lang mit noch höheren Inflationsraten rechnen müssen. Und bliebe die Inflation über den gesamten Zeitraum so wie zuletzt im Juli 2021 – da waren es 3,8 Prozent –, dann entspräche das einem Schwund von fast 70 Prozent. Als Ausweg für Sie als Anleger gilt daher weiterhin die Devise: Sachwerte statt Geldwerte.

Inflation 2021

Quelle: ​https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1045/umfrage/inflationsrate-in-deutschland-veraenderung-des-verbraucherpreisindexes-zum-vorjahresmonat/7

Wer angesichts dieser Gründe sein Vermögen vor dieser Gefahr schützen möchte, der kann sich einfach unter www.claus-roppel.de/termin oder im unteren Formular für ein kostenfreies Erstgespräch mit uns eintragen. Dort können wir uns dann über die Möglichkeiten der Vermögenssicherung einmal im Detail austauschen und analyiseren, was in Ihrer konkreten Situation sinnvoll erscheint. Denn wir helfen mit unserer Wohlstands-Akademie seit Jahren Privatanlegern, Unternehmern und Selbstständigen dabei, nachhaltig Vermögen aufzubauen und zu schützen.

Lockdown verschärft Bankenkrise: Kreditausfälle & Firmenpleiten drohen

Fakt ist, dass der unter der Woche verabschiedete zweite Lockdown „Light“ für viele Branchen das endgültige Aus bedeuteten wird. Und mit jedem weiteren Tag, an dem Unternehmen in der Corona-Krise leiden, vergrößert sich zwangsläufig natürlich auch die Gefahr, dass auch Banken hierzulande dramatisch in Mitleidenschaft gezogen werden.

In diesem Zusammenhang ist es erst einmal wichtig, dass wir uns vorab mit den neusten Entwicklungen und Studien rund um die viel diskutierten Zombieunternehmen beschäftigen. An dieser Stelle sei vielleicht noch gesagt, dass wir hier von Firmen sprechen, deren Gewinn zwei Jahre in Folge zu gering ist, um die Zinskosten auf das Fremdkapital zu finanzieren.

Und der Anteil solcher Unternehmen hat sich weltweit von vier Prozent in den 1980er Jahren auf weit mehr als 15 Prozent zurzeit entwickelt. In Deutschland rechnet man nächstes Jahr sogar mit mehr als eine Millionen solcher Unternehmen. Warum vor allem nächstes Jahr so viele Zombie-Firmen pleitegehen werden, liegt in erster Linie an der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht hierzulande.

Heißt: Unternehmen, die seit Frühjahr coronabedingt in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind, müssen diese erst seit dem 1. Oktober melden und im Fall von coronabedingter Überschuldung ist diese Antragspflicht sogar noch länger ausgesetzt. Dass sich im Falle einer sich dadurch anbahnenden Pleitewelle von Unternehmen auch schwerwiegende Folgen für die Geldhäuser ergeben, ist auch einleuchtend. Das zeigt sich vor allem an einer Zahl in ihren Bilanzen, und zwar der Risikovorsorge.

Diese gibt nämlich an, wieviel Geld die Banken zurücklegen, weil sie eben damit rechnen, dass Kredite durch die Zahlungsunfähigkeit der genannten Zombiefirmen ausfallen, die sie halt an Firmen aber natürlich auch an Privatkunden vergeben haben. Und je höher die Risikovorsorge, desto schmaler ist am Ende des Tages auch der Gewinn und desto weniger Geld bleibt entsprechend über, um neue Kredite auszugeben.

In diesem Zusammenhang hat übrigens die Deutsche Bank in der zurückliegenden Woche als erste der großen Geschäftsbanken die Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Und was diese Zahlen zeigen, trägt definitiv nicht zur Beruhigung der vielen tausenden Kunden bei. Zwar ist die Risikovorsorge im Vergleich zum zweiten Quartal gesunken; dennoch liegt sie mit gigantischen 273 Millionen Euro rund 56 Prozent über dem Vorjahresmonat.

Und der erneute Lockdown wird natürlich zwangsläufig diese Zahl wieder nach oben treiben dürfen. Je länger also die Einschränkungen des Wirtschaftslebens anhalten, desto größer wird das Risiko, dass Kredite in nennenswertem Umfang ausfallen. Kein Wunder also, dass das Spitzeninstitut der genossenschaftlich organisierten Volks- und Raiffeisenbanken, die DZ-Bank, ihre Risikovorsorge im ersten Halbjahr mehr als verfünffachen musste.

Das Besorgniserregende an dieser Krise ist vor allem, dass im Gegensatz zur Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren Corona die Realwirtschaft direkt trifft und erst in zweiter Linie die Banken, was aber nicht heißen soll, dass die Banken dadurch weniger in Mitleidenschaft gezogen werden. Denn vor allem die kleinen und mittelständischen Betriebe, die keine Milliardenschweren Rettungspakete von der Regierung erhalten haben, sind eben oftmals Kunden bei Sparkassen und Volksbanken.

Und diese Notsituation ihrer Kunden kann schnell zu eigenen Problemen in der Bilanz führen. Denn es ist nun mal Fakt, dass sich die angesprochenen Zombie-Firmen vor allem unter kleinen und mittleren Unternehmen tummeln. Und in diesem Unternehmenssegment entfallen auf Zombies 30 bis 40 Prozent des gesamten Vermögens, Eigenkapitals und der Außenstände. Daher wird der Lockdown „Light“ trotz der politischen Versprechungen entsprechende Umsatzausfälle einzulösen, diese Entwicklungen weiterhin extrem verschärfen.

Dass man seitens der Politik mit den genannten Gesetzesentwürfen und Überlegungen aber weiter versucht, die große Pleitewelle auf den Domino Day in die Zukunft zu schieben, hat aber auch Gründe des Eigeninteresses. Denn sicher dürfte sein, dass die Politik vor der nächsten Bundestagswahl nicht Hunderttausende Pleiten anstoßen und dabei womöglich eine Kettenreaktion in der Wirtschaft auslösen will. Fakt ist, dass der Tag X kommen wird und dann alldiejenigen, die größere Beträge auf Bankkonten haben, in der Enteignungsfalle landen.

Denn, so haben wir es auch in der zweiten Folge unseres Podcasts: „Die Geldrevolution – Finanzielle Selbstverteidigung für Ihr Geld“ ausführlich erklärt, das Geld auf Ihrem Bankkonto gehört nun mal nicht Ihnen. Warum das so wichtig zu verstehen ist, möchte ich Ihnen abschließend am Beispiel Zypern im Zuge der Eurokrise verdeutlichen. Denn da die zyprische Volkswirtschaft eng mit dem griechischen Finanzsystem verbunden war und ein Drittel der Vermögenswerte im zyprischen Bankensystem mit Griechenland zusammenhingen, drohte auch dort der Staatsbankrott.

Als dann die Milliardenschweren Rettungspakete folgten, wurden auch die Einwohner in die Pflicht genommen. So mussten Anleger mit Einlagen von bis zu 100.000 Euro eine einmalige Abgabe von 6,75 Prozent zahlen und Investoren mit mehr als 100.000 Euro sogar 9,9 Prozent. Bei 150.000 Euro Bankguthaben waren das mal eben knapp 15.000 Euro. Davor gilt es sich rechtzeitig mit individuell zutreffenden Sachwerten vor zu schützen.

Wenn Sie dabei Unterstützung oder unseren Rat benötigen, tragen Sie sich hier unter www.claus-roppel.de/termin oder im unteren Formular zu einem kostenfreien Erstgespräch ein. Denn wir helfen mit unserer Wohsltands-Akademie seit Jahren Privatanlegern, Unternehmern und Selbstständigen dabei, Vermögen aufzubauen und zu schützen.