Vermögensaufbau an der Börse: Regeln für Investoren in der Krise

Die aktuelle weltpolitische und von der Pandemie geprägte Lage stellt viele Sparer und Anleger vor Herausforderungen. Doch wenn man langfristig denkt und Ruhe bewahrt, kann man diese Krise auch als Chance sehen. Daher wollen wir uns in diesem Artikel einmal mit den goldenen Regeln der Börse beschäftigen, und wie man diese sinnvoll für seinen eigenen Vermögensaufbau nutzen kann.

Seien wir doch mal ehrlich. Fakt ist, dass einige Menschen angesichts der vergangenen Monate verunsichert sind, ob Investments an der Börse überhaupt noch einen Sinn ergeben. Immerhin ist die Wirtschaft aufgrund der Ungewissheit rund um die Ausbreitung des Coronavirus mehr denn je in Mitleidenschaft gezogen worden. Denn wenn Anleger auf wirtschaftliche, politische oder unternehmensbezogene Veränderungen reagieren, kann das nun mal auch deutliche Kursschwankungen zur Folge haben.

Oftmals ist die Reaktion der Märkte auf solche Ereignisse sogar heftiger als nötig. Für Anleger ist es deshalb umso wichtiger, Ruhe zu bewahren und nicht voreilig zu handeln. Schwankungen sind bei langfristigen Anlagestrategien sowieso unvermeidbar, weshalb es immer vorteilhafter ist, auch in solchen Phasen investiert zu bleiben. Dabei ist es wichtig, sich eines immer wieder zu verdeutlichen: Der Wert einer Aktie mag zwar schwanken, aber langfristig gesehen werden Aktienkurse durch Unternehmensgewinne angetrieben, was wir auch an folgender Beispielgrafik erkennen können.

Vermögensaufbau an der Börse trotz Krise

Vereinfacht ausgedrückt: Selbst, wenn der Wert einer Aktie kurzfristig stark schwankt, kann sie möglicherweise langfristig an Wert gewinnen. Und in der Vergangenheit waren entsprechende Verlustphasen auch immer wesentlich kürzer als die Erholungsphasen. Demnach könnte ein spontaner, emotional bedingter, Ausstieg für Anleger durchaus dazu führen, dass man die potenzielle und langfristig wertvolle Möglichkeit des Gewinns liegen lässt. 

Am unten abgebildeten Schaubild können wir anhand des jährlichen Gesamtertrages des DAX Index sehr gut erkennen, warum es sich rentiert dauerhaft investiert zu bleiben. Unabhängig von der Laufzeit der Geldlange lohnt es sich, regelmäßig in verschiedene Fonds zu investieren, beispielsweise jeden Monat oder jedes Quartal. Diese Strategie nennt man auch Durchschnittskosten-Methode (engl. cost average effekt).

Vermögensaufbau an der Börse DAX

Zwar sind Gewinne dadurch weder garantiert noch Anlagen gegen einen Marktabschwung gesichert; jedoch profitieren regelmäßige Anleger, die auch in schwachen Marktphasen investieren, von den günstigen Kursen. Daher bin ich auch ein absoluter Freund von Fondssparplänen, weil sich hierbei gar nicht die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt stellt, sodass man sowohl in guten als auch in schlechten Phasen immer automatisch und kaufmännisch richtig investiert. 

Je stärker die Börsen also nachgeben, desto mehr Anteile kauft der Sparplan automatisch. Das senkt am Ende des Tages dann den durchschnittlichen Preis. Und eben jener Effekt lässt sich sogar noch steigern. Denn viele Sparpläne sind heutzutage mit einer hohen Flexibilität ausgestattet und diese kommt Anlegern sehr entgegen. So könnte man nämlich in Krisenzeiten je nach persönlicher beziehungsweise finanzieller Situation die Sparrate erhöhen. 

Das mag sich für den einen oder anderen im ersten Moment etwas kurios anhören, könnte sich aber als kluger Schachzug erweisen. Denn damit steigt natürlich auch die Zahl der gekauften billigen Fondsanteile, die sich Laufe der Zeit dann noch richtig auszahlen können. Und bei einer entsprechenden Kurserholung kann man den monatlichen Sparbetrag dann natürlich auch wieder reduzieren.

Daher bin ich nach wie vor der Überzeugung, dass man mithilfe von Sparplänen – unabhängig davon, ob aktiv oder passiv gemanagt – eine gute Möglichkeit hat, um langfristig die Börsenmärkte zum Vermögensaufbau zu nutzen. André Kostolany, ein sehr erfahrener Börsenspekulant sagte übrigens einmal, um das an dieser Stelle mal zu zitieren: "Wer die Aktien nicht hat, wenn sie fallen, der hat sie auch nicht, wenn sie steigen". Und dieses Zitat ist 1:1 auch auf die Sparpläne und die darin enthaltenden Fondsanteile übertragbar.

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Inflation & Hyperinflation in der Corona-Krise? Die selbstgemachte Geldentwertung

Dass Zentralbanken weltweit die Geldschleusen aufgemacht und Billionen von Euro auf den Markt geworfen haben, ist mittlerweile den meisten bekannt. Doch grundsätzlich müsste genau das nach der Logik von Angebot und Nachfrage die Inflation ankurbeln. Und das hierzulande schon historisch bedingt die Angst vor einer Inflation groß ist, hat wohl eben auch stark damit zu tun, dass die Deutschen im 20. Jahrhundert bereits ihre Erfahrungen mit der Hyperinflation gemacht haben, weshalb wir beide Punkte in diesem Artikel mit aufgreifen wollen.

Vorweg sei gesagt:  Als Inflation wird grundsätzlich eine Steigerung der Preise von Waren und Dienstleistungen bezeichnet, die dementsprechend mit einem Verlust der Kaufkraft des Geldes einhergeht. Steigt also die Inflation, schrumpfen Sparguthaben und Vermögen. Kapital, das mit einer geringeren Verzinsung als der Inflationsrate angelegt wird, verliert also ständig an Kaufkraft.

Daher sollten Sie als Sparer und Anleger bei der Geldanlage unbedingt darauf achten, dass die Verzinsung oder Rendite oberhalb der abgebildeten Inflationsrate liegen. Lag die Inflationsrate im Jahr 1992 beispielsweise noch bei satten fünf Prozent pro Jahr, sanken die Preise Mitte diesen Jahres gegenüber dem Vorjahr, also 2019, um 0,1 Prozent. Damit lag die jährliche Inflation seit Beginn der Corona-Krise noch in keinem Monat bei mehr als einem Prozent, obwohl die EZB, also die Europäische Zentralbank, seit Jahren das Ziel einer 2-Prozent-Inflationsrate verfolgt.

Inflationsrate Claus Roppel

Doch Fakt ist, dass die Sparkassen die Inflationsrate im kommenden Jahr bei rund drei Prozent sehen. Und auch die Europäische Zentralbank hat gerade erst ihre Inflationsobergrenzte von zwei Prozent gekippt. Viele Ökonomen sind mit Blick in die Zukunft aber gespalten. Einige gehen davon aus, dass die angesprochene enorme Geldmenge zu einer Mega-Inflation führen wird, da sich allein die Zentralbankgeldmenge seit 2008 verfünffacht hat. Ähnlich war es zu Zeiten des Ersten Weltkrieges, was nach dessen Ende in einer Hyperinflation endete.

Die daraus resultierende Enteignung des unteren Mittelstands, also jener Leute, die ihr Vermögen überwiegend in Form von Sparbüchern, klassischen Lebensversicherungen oder Bargeld hielten, war damit besiegelt. Davon sind wir zurzeit aber noch entfernt, denn tatsächlich bezifferte das Statistische Bundesamt die Teuerung wie bereits zu Beginn erwähnt im September auf minus 0,2 Prozent. Denn Energie und Benzin verbilligten sich, und auch die Mehrwertsteuersenkung trug dazu bei.

Vor allem letztere dürfte – wenn sie zum Jahresende wieder ausläuft – der Hauptgrund für jene drei Prozent sein, die die Sparkassen voraussagen. Doch wie berechtigt ist eigentlich die Angst der Deutschen vor der großen Inflation? Einer Studie der Notenbank FED zufolge, die Daten aus den letzten 600 Jahren zusammenfasst, besagt, dass die Inflation zwar nach Kriegen steigt, wenn zerstörte Produktionsanlagen wiederaufgebaut werden, was dann entsprechend Wachstum schafft.

Doch nach Pandemien wuchsen bisher nur die Löhne, weil die Zahl der Arbeitskräfte geschrumpft war. Vor allem Zinsen und Teuerung blieben danach rund 40 Jahre klein. Ob sich diese Theorie wiederholen lässt, bleibt fraglich. Doch unabhängig davon macht uns Corona alle zu größeren Vorsichtssparen. So ist der Geldbetrag auf Bankkonten mehr als 2,3 Billionen Euro schwer, was fast die Hälfte des gesamten deutschen Vermögens ist.

Denn die Deutschen agieren beim Konsumverhalten nach wie vor zurückhaltender. Laut einer Studie der ING Diba horteten die Menschen hierzulande allein im März rund 100 Milliarden Euro mehr als im Februar. Und auch die Sparquote ist von Januar bis März auf 16,7 Prozent angestiegen. Für das zweite Quartal rechnet man sogar mit knapp 20 Prozent, was bedeuten würde, dass die Bürger nur vier von fünf Euro, die sie einnehmen, derzeit auch wieder ausgeben würden. Doch in Zeiten von Null- und Niedrigzinsen vermehrt sich dieses Geld nicht, sondern es schrumpft mehr oder weniger.

Inflation einfach erklärt Claus Roppel

Denn dem neusten Bundesbankbericht nach ist die reale Rendite, die Privathaushalte erzielen – trotz ihrer Aktien und Fonds – seit 2016 negativ. Und aktuell beträgt dieses Minus rund zwei Prozent. Hiervor gilt es sich aber meiner Meinung nach bereits heute bestmöglich zu schützen, und zwar mit einem sogenannten Vermögensmix. Zwar ist keine Anlage ohne Risiko, doch teilt man sein Vermögen behutsam auf, kann man der Inflationsgefahr weitestgehend aus dem Weg gehen, sodass eine breite Streuung die beste Lösung darstellt.

Zum Beispiel mit Sachwerten wie Edelmetalle, Immobilien, Aktien oder Fonds. Vor allem letzteres stellt einen guten Schutz dar, denn anstatt selbst am Kapitalmarkt Aktien, Gold oder Anleihen zu erwerben, bieten sich dafür entsprechend Investmentfonds an. Ein Investmentfonds sammelt das Geld von Anlegern und dieses Kapital wird dann an den Finanzmärkten investiert. Der große Vorteil eines Fonds besteht in der Risikostreuung. Somit minimiert man das Risiko und setzt einen strategischen Vermögensaufbau und Vermögenserhalt auf.

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Altersarmut in Deutschland: Gefahr Rentenkollaps & keine Rentenerhöhung 2021

Mehr als eine Million Rentner leben zurzeit in Altersarmut. Doch auch für die nachfolgenden Generationen stehen die Zeichen angesichts des demografischen Wandels, der Rentenpolitik und der Corona-Krise nicht wirklich gut. Denn unser derzeitiges Rentensystem stößt bereits jetzt an seine Grenzen, weshalb wir in diesem Artikel auf die entsprechenden Entwicklungen eingehen werden, um möglichst vielen Menschen die Augen zu öffnen.

Dass der demografische Wandel längst schon kein Risiko mehr darstellt, sondern Gewissheit ist und damit den Wohlstand unseres Landes gefährdet, ist mittlerweile jedem bewusst. Denn die Babyboomer-Generation, die zurzeit etwa 56 Jahre ist, will in knapp 10 Jahren eine Rente von Kindern, die sie nicht haben. Insgesamt verdoppelt sich in Deutschland nämlich die Zahl der Menschen im Rentenalter vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2035 relativ zu jenen im Arbeitsalter.

Lebenserwartung Deutschland Claus Roppel

Bei jetzigem Stand der Dinge müsste also eine Verdoppelung der Beitragssätze oder eine Halbierung der Rentenniveaus als trauriger Höhepunkt herhalten. Doch wenn man angesichts dieser massiven Versorgungskrise beziehungsweise Krisenbewältigung versucht, die nachfolgenden jungen Generationen zu schröpfen, dann wird das in Protesten und Auswanderungen münden. Auf jeden Fall drohen erhebliche Verteilungskonflikte innerhalb der deutschen Gesellschaft ab dem Jahr 2030.

Verstärkt wird diese Entwicklung dann aber auch noch durch die ausufernde Rettungspolitik auf europäischer Ebene sowie durch die aktuelle Corona-Rettungspolitik. Denn seit mehr als einem Jahrzehnt lebt Europa nun schon auf Pump, indem es sich trotz aller Schuldenpakte immer weiter verschuldet. Stellt sich nur die Frage, wer am Ende des Tages diese Lasten aus platzenden Bürgschaften und nicht zurückgezahlten Kreditforderungen tragen soll, wenn wir nicht einmal mit den eigenen Problemen hier in Deutschland zurechtkommen.

Doch es scheint so, als orientieren sich unsere Politik lieber an den Belangen zwischen den einzelnen Wahlterminen, denn die Kinderlosigkeit der Deutschen war mehr oder weniger bereits durch den Geburtenknick in den 1970er Jahren absehbar. So wurden in der Vergangenheit zwar immer mal wieder Anläufe unternommen, um die Finanzierung des Rentensystems langfristig sicherzustellen, doch im Nachfolgenden werden wir schnell feststellen müssen, dass das alles nichts Halbes und Ganzes ist.

Zum einen wurde die sogenannte Nettolohnanpassung eingeführt, was bedeutet, dass die Renten nicht mehr an die Bruttolohnentwicklung, sondern eben an die Nettolohnentwicklung angepasst werden. Doch letztere verläuft viel langsamer. Zum einen, weil die Steuern durch die heimliche Progression der Einkommenssteuern einen immer höheren Prozentsatz der Einkommen wegnehmen und zum anderen, weil die Rentenbeiträge und Sozialabgaben überproportional steigen.

Rentenlücke Claus Roppel

Insofern schiebt man einen wachsenden Keil zwischen Brutto- und Nettolohn. Hinzu kommt die abermalige Erhöhung des Bundeszuschusses zu den Renten, welche ebenfalls mehr einem Versteckspiel gleicht. Zwar werden dadurch auf den ersten Blick die Sozialabgaben niedrig gehalten, doch sind wir mal ehrlich; am Ende ist es der arbeitenden Bevölkerung doch egal, ob der Staat uns nun das Geld in Form von höheren Beiträgen oder Steuern abverlangt.

Im Endeffekt ist das Geld ja so oder so weg. Was sich die Politik ebenfalls noch hat ausfallen lassen, betrifft das Rentenalter, welches nun sukzessive jedes Jahr um einen Monat hochgesetzt wird. Hinzu kommt eine weitere schlechte Nachricht für insgesamt 25 Millionen derzeitige Senioren in Deutschland. Denn die Corona-Krise trifft auch sie nun finanziell, und zwar geht die Deutsche Rentenversicherung aktuell davon aus, dass es für die Westrentner 2021 eine Nullrunde geben wird. Heißt: Keine Rentenerhöhung.

Im Gegensatz dazu werden aber die Ost-Renten im kommenden Jahr um 0,7 Prozent steigen, weil dies im Zuge der mittelfristigen Ost-West-Angleichung vereinbart ist. Eigentlich müssten die Renten im kommenden Jahr im Westen sogar um vier Prozent sinken, wie die Deutsche Rentenversicherung erklärte; dennoch verhindert die Senkung eine, in der Finanzkrise, eingeführte Schutzklausel. Ursache für die jetzige Situation sind die Lohn- und Beitragsentwicklungen in diesem Jahr, die ausschlaggebender Faktor für kommende Rentenerhöhungen sind.

Und da der durch die Pandemie verursachte Schock auf dem Arbeitsmarkt die Einnahmen aus Beiträgen insbesondere im Frühjahr hat stark sinken lassen, folgt nun dieser notwendige Schritt. Damit endet für Senioren eine lange Phase von mehreren Erhöhungen. Im Juli 2020 waren die Renten beispielsweise noch um 3,45 Prozent im Westen und um 4,2 Prozent im Osten gestiegen.

Und das war deutlich mehr als die Inflation, sodass auch die Kaufkraft deutlich gestiegen ist. All diese Entwicklungen zeigen sowohl für aktuelle Rentner als auch für die nachfolgenden Generationen, dass die offenkundige Gefahr der Altersarmut keinesfalls wegzudiskutieren ist. Daher sollte man frühzeitig selbst vorsorgen, indem man Realkapital durch einen diversifizierten Vermögensaufbau bildet, von dem man dann im Alter finanziell zehren kann.

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Grüne Geldanlagen: Warum sich nachhaltiges Investieren bei der Altersvorsorge lohnt

Megatrend: Nachhaltig Investieren. Immer mehr Menschen haben sich in der Vergangenheit für die Umwelt engagiert. Und dieses Verhalten ist auch bei Geldanlage zu beobachten. Mittlerweile hat sich daraus sogar ein Megatrend entwickelt, der auch Profi-Investoren erreicht hat. Zwar schien es so, dass die Themen wie Umweltschutz oder auch soziales Engagement in den vergangenen, von Corona geplagten, Monaten wie Luxusprobleme wirkten, doch vielen Anleger ist dies auch gerade deshalb weiterhin wichtig, weshalb wir uns in diesem Blogartikel einmal etwas genauer damit auseinandersetzen werden.

So gibt es verschiedene Anlagemöglichkeiten, die die Kriterien einer nachhaltigen Geldanlage erfüllen müssen. Hierunter fallen unter anderem die Bereiche der Umwelt, Soziales und Unternehmensführung – auch kurz „ESG“ genannt. Diese Abkürzung hat sich mittlerweile etabliert, wenn heute von Nachhaltigkeit im Allgemeinen oder Klimawandel im Speziellen gesprochen wird. Und auch der Black-Rock-Chef Larry Fink geht in Zukunft wohl von der größten Kapitalumschichtung der Geschichte aus. Laut seiner Aussage wäre es denkbar, dass weitere Billionensummen in ESG-konforme Geldanlagen umgeschichtet werden.

Claus Roppel Nachhaltig Investieren

Weitere Kriterien, auf die beim nachhaltigen Investieren ein Auge geworfen wird, sind aber auch die entsprechenden Arbeitsbedingungen im Hinblick auf Menschenrechtsverletzungen – Stichwort: Kinderarbeit sowie Waffenhersteller und Firmen, die Atomenergie erzeugen. Zum Investieren bieten sich zum einen eine breit aufgestellte beziehungsweise diversifizierte Fondsauswahl an. Auf diese Weise investierst Du nämlich nicht nur in ein nachhaltiges Unternehmen, sondern in mehrere gleichzeitig. Bei den Fonds kann es sich um aktive handeln, die von einem Fondsmanager verwaltet werden oder um börsengehandelte Indexfonds, sogenannte ETFs.

Sollten Sie jetzt Sorge haben, dass Sie dadurch weniger Rendite erzielen und ein höheres Verlustrisiko haben, kann ich Sie beruhigen. Nachhaltiges Investieren setzt nicht gleich ein höheres Risiko für Ihre Geldanlage oder mehr Nachteile im Vergleich zu anderen Investitionsformen voraus. Daher könnten die ESG-Faktoren sogar eine Art Schlüsselrolle einnehmen, wenn es darum geht, wie schnell Konzerne wieder aus dem Wirtschaftsabschwung herauskommen.

In diesen Zusammenhang hat eine französische Fondsgesellschaft feststellen können, dass die Gewinne von gut bewerteten ESG-Unternehmen in der Krise weniger stärker eingebrochen sind als die von schlechter bewerteten Konkurrenten. Und auch die Fondsgesellschaft Fidelity wertete Daten von rund 2600 Unternehmen aus und stellte fest, dass es einen Zusammenhang zwischen einem guten Nachhaltigkeitsrating und der jeweiligen Unternehmensperformance am Kapitalmarkt gibt. Demnach schwanken nachhaltig geführte Unternehmen weniger stark ab.

Claus Roppel Nachhaltige Investmentfonds

Alles in allem bedeutet das, dass breit aufgestellte Nachhaltigkeits-Investments in der Corona-Krise weniger tief fielen. Nach Recherchen der Ratingagentur Scope schlugen sich Nachhaltigkeitsfonds – und zwar sowohl aktive Produkte als auch passive ETFs – besser als die Konkurrenz; der Abstand betrug rund zwei Prozentpunkte. Die beste Produktgruppe war dabei die globalen ESG-Fonds. Entscheidend dabei war aber der Branchenmix der Nachhaltigkeitsfonds.

Vor allem zahlte sich für aktive Fonds aus, dass sie viele Branchen ausschließen, die unter der Krise stark litten, wie zum Beispiel die Luftfahrt, die Ölkonzerne oder auch die Automobilhersteller. Insgesamt wurden 2018 alleine in Europa 290 neue nachhaltige Investmentfonds aufgelegt. Und auch die Suchanfragen zum Thema nachhaltige Geldanlage haben in den vergangenen drei Jahren um 1.566 Prozent zugenommen. Fakt ist, dass nachhaltige Geldanlagen lange Zeit belächelt wurden und mit dem Vorurteil: „Nachhaltigkeit kostet Rendite“ abgetan wurden.

Doch wir haben gesehen, dass die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien keineswegs geringere Renditeerwartungen nach sich ziehen – ganz im Gegenteil. Die Berücksichtigung der sogenannten ESG-Kriterien reduziert vielmehr gewisse Risiken und wirkt sich damit sogar positiv auf den Unternehmens- beziehungsweise Anlageerfolg aus. Und spätestens nach dem Pariser Klimaabkommen und dem Inkrafttreten der UN-Nachhaltigkeitsziele haben nachhaltige Geldanlagen enorm an Aufmerksamkeit gewonnen und werden auch trotz der weltweiten Pandemie ihren Stellenwert nicht so schnell verlieren.

Bei Fragen zum Nachhaltigen Investieren können wir Sie natürlich mit unserer Expertise und Erfahrung unterstützen. Einfach unter www.claus-roppel.de/termin oder im unteren Formular zu einem kostenfreien Erstgespräch eintragen. Denn wir helfen mit unserer Wohsltands-Akademie seit Jahren Privatanlegern, Unternehmern und Selbstständigen dabei, nachhaltig Vermögen aufzubauen und zu schützen.

Gold verkaufen?! Notenbanken wollen Währungskollaps verhindern (Türkei)

Zum ersten Mal seit der großen Finanzkrise 2008/2009 schrumpfen die Goldreserven der Notenbanken, da einige betroffene Staaten unbedingt frisches Geld brauchen. Warum die Notenbanken aber über Jahre hinweg tonnenweise Gold einkauften, weshalb damit aber keinesfalls ein wirklicher realwirtschaftlicher Zweck erfüllt wird und was das mit der dramatischen Währungskrise in der Türkei und möglicherweise auch für den Euro bedeuten kann, darum soll es in diesem ​Artikel gehen.

Wie wir bereits ​wissen, hat die Corona-Krise bis heute drastische Auswirkungen auf den Goldhandel. So hat in den Monaten Juli bis September die Nachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren sowie nach Wertpapieren, bei denen Gold hinterlegt wird, stark zugelegt, sodass der Goldpreis neue Rekorde verzeichnen konnte. 

Insgesamt legte er bis dato in Euro rund 19 Prozent zu, wovon natürlich nicht nur private Anleger profitieren wollen. So haben die Zentralbanken zum ersten Mal in der Dekade weltweit mehr Gold-Reserven verkauft als neu aufgebaut. In Zahlen ausgedrückt trennte man sich im abgelaufenen dritten Quartal 2020 netto von 12,1 Tonnen Gold im Wert von 625 Millionen Euro. Vorreiter in dieser Entwicklung waren dabei vor allem Usbekistan und die Türkei. 

Während ersteres Land sich für internationale Investoren und Organisationen öffnen möchte und dafür entsprechend Geld benötigt, was sich die Zentralbank über den Verkauf von Gold-Reserven beschafft, sieht das im Falle der Türkei doch etwas anders aus. Das Land am Bosporus wiederrum nutzt nämlich die Einnahmen aus dem Gold-Verkauf vor allem, um gegen den Verfall der eigenen Währung anzukämpfen.

Denn die dortige Lira gehört dieses Jahr nach dem brasilianischen Real mit einem gigantischen Verlust von knapp 30 Prozent zu den schwächsten Währungen der Welt. Deshalb hat die Zentralbank schon mehrfach ausländische Währungen ver- oder Lira gekauft und das nötige Kleingeld besorgt sich die Bank jetzt eben auch mit dem Verkauf von Gold – und davon ist erstaunlich viel gebunkert. Denn bereits vor der Corona-Krise kauften die Zinshüter des Landes massenhaft Gold ein.

Einzig Russland zeigte sich in ähnlicher Weise interessiert an Gold. Demzufolge saß die türkische Notenbank Ende 2016 noch auf Gold-Reserven von etwa 116 Tonnen, während sich bis Ende 2019 dieser Bestand bereits auf mehr als 412 Tonnen verdreifachte. Und inzwischen sollen es aktuellen Zahlen zufolge nach sogar 686 Tonnen sein. Dabei liegt die Türkei weltweit auf Platz neun bei den Gold-Reserven. Und trotz alledem hat sich die türkische Lira wie bereits angesprochen in diesem Jahr alles andere als gut geschlagen, sodass die bisher gefahrene Gold-Strategie der türkischen Notenbank ihr eigentliches Ziel komplett verfehlt hat. 

Denn was wir Anfang ​November beobachten konnten, war wirklich besorgniserregend, infolge die türkische Währung zum Dollar erstmals die Marke von acht Lira durchbrochen hat. Damit verlor man an einem Tag über ein Prozent zur US-Währung. Zwar wird hierfür auch die verpasste Zinssetzung der Notenbank und die Sorge vor US-Sanktionen aufgrund des Konflikts um das russische Raketenabwehrsystem ins Spiel gebracht; doch am Ende des Tages sind solche Entwicklungen nicht im Sinne der Notenbanken.

Zwar kann eine billigere Währung für die Wirtschaft gewisse Vorteile mit sich bringen, doch andererseits das Land ebenfalls vor gewaltige Probleme stellen. Denn durch die schwache Lira leitet die Türkei in erster Linie unter einer sogenannten „importierten Inflation“, und gleichzeitig verabschieden sich reihenweise die ausländischen Kapitalgeber und den Konzernen des Landes fällt es noch schwerer, die massiven ausländischen Schulden in Fremdwährungen zu bedienen.

Helfen würden dafür natürlich höhere Zinsen, die aber wie erwähnt ausgeblieben sind, da sie für den dortigen Präsidenten ein absolutes Tabu sind. Und genau das wissen auch die Zinshüter, weshalb sie womöglich auf die massiven Goldkäufe gesetzt haben. Zwar gilt Gold seit Jahrtausenden als weltweites Wertaufbewahrungsmittel, doch es nutzt im Besitz von Zentralbanken nicht als Reserve gegen Währungskrisen

Zwar eignet sich das Edelmetall als privates Anlageobjekt; erfüllt aber gleichzeitig keinen wirklichen realwirtschaftlichen Zweck. Deshalb kann eine Notenbank mit ihren Reserven allenfalls das Abwertungstempo einer Währung vermindern oder kurzfristige Übertreibungen korrigieren. Doch nachhaltig ist diese Methode definitiv nicht. Der eine oder andere mag sich vielleicht an dieser Stelle des Videos jetzt fragen, welche Möglichkeiten Notenbanken denn in einem solchen Falle überhaupt haben.

Nun, ob es sich um entsprechende Gold- oder auch mögliche Devisenreserven handelt; wenn sich der Markt gegen eine Währung stellt, kann wohl selbst die vermögendste Notenbank oft nichts dagegen unternehmen, was wir auch im Zuge der Yuan-Abwertung im Jahr 2015 in China beobachten konnten. Damals hat Chinas Notenbank vergeblich über eine halbe Billionen Dollar an Fremdwährungsreserven regelrecht verpulvert. Und diese Beispiele zeigen einfach, dass unser Geldsystem auch nicht in jedem Fall kontrollierbar ist und man sich möglichst mit seinem Vermögen aus den reinen Geldwerten entziehen sollte. Denn es gibt nach wie vor hervorragende Möglichkeiten sein Geld in Sachwerten zu schützen und ebenfalls noch weiter aufzubauen. ​

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Schuldenblase 2020?! Bedroht die Geldflut unsere Wirtschaftsordnung?

Es scheint so, als würden die führenden und handelnden Personen alle Warnungen ignorieren und stattdessen weiterhin Billionen in die Märkte pumpen, um die Wirtschaft am Leben zu erhalten. Das damit aber langfristig genau das Gegenteil eintreten könnte, bleibt vordergründig zumindest unberücksichtigt. Doch genau um diese Hintergründe und dessen Auswirkungen soll es in diesem ​Artikel gehen.

Nun, dass unser derzeitiger Finanzminister Olaf Scholz in der Vergangenheit eigentlich als Sparfuchs und als Freund der Schuldenbremse bekannt war, daran wird sich wohl irgendwann keiner mehr so recht zurückerinnern können. Vielmehr wurde sich auf die sogenannte Notstandsklausel berufen, die ausnahmsweise die Aufnahme neuer Kredite erlaubt, um am Ende des Tages einen beispiellosen Konjunkturabsturz abzufedern.

So nimmt die Regierung nach dem Schuldenrekord in diesem Jahr mit insgesamt 218,5 Milliarden Euro im kommenden Jahr weitere Darlehen in Höhe von 96,2 Milliarden Euro auf. Bei diesen gigantischen Summen kommen natürlich berechtige Zweifel auf, ob diese Schulden künftig überhaupt noch abbezahlt werden können und stattdessen weiter laufend umgeschuldet werden müssten.

Allen voran die Europäische Zentralbank spielt mit ihrer Geldpolitik den Staaten bei diesem Vorhaben in die Karten. Denn die vormals unabhängigen Notenbanken ähneln zurzeit mehr oder weniger Durchführungsagenturen politischer Gelddruckwünsche. Dadurch ist es mehr als offensichtlich, dass unser Papiergeldsystem mit seiner schier grenzenlosen Möglichkeit, Geld und Kredite aus dem Nichts zu schöpfen, der Welt eine Wirtschaftsordnung beschert hat, die auf der Basis des kontrollierten Bankrotts basiert.

Und das sowohl in den USA, Deutschland, Italien oder auch Japan. In den nächsten Jahren könnte sich diese Zentralbankpolitik aus steigenden Schulden und sinkenden Zinsen auch noch weiter fortführen, was wir am Beispiel Japan seit Jahren eindrucksvoll beobachten können. Denn dort senkte die Zentralbank nach dem Platzen der Immobilienblase Anfang der 90er-Jahre schrittweise die Zinsen, infolgedessen im Jahr 1999 der dortige Leitzins erstmals auf null Prozent fiel.

Zwei Jahre später setzte man den Kauf von Staatsanleihen ein, was dazu geführt hat, dass sich mittlerweile rund 45 Prozent der Papiere in ihrem Besitz befinden. Und in keinem anderen Land ist der Staat so hoch verschuldet wie in Japan. In den USA finanziert die Regierung ebenfalls bereits die Hälfte ihrer Ausgaben auf Pump. Demzufolge wird auch die EZB weiterhin Staatsanleihen in großem Stil einkaufen und die Finanzierungskosten für überschuldete Staaten drücken.

Dadurch sind die Notenbanken eigentlich hoch politisierte Institutionen, deren vordergründiges Ziel seit der Finanzkrise darin besteht, staatliche und private Schuldner vor dem Bankrott zu bewahren und seit der Corona-Krise noch zusätzlich die Investitionswünsche der Regierungen zu finanzieren. Doch je mehr sich die Notenbanken in den der allgemeinen Politik vorbehaltenen Prozess einmischen, desto mehr stellen sie meiner Meinung nach ihre für die Erhaltung der Preisstabilität entscheidende Unabhängigkeit infrage.

So oder so haben die Regierungen quasi einen Freifahrtschein fürs Schuldenmachen. Langfristig ist es angesichts der Geldschwemme, der Null- und Niedrigzinspolitik und der angesprochenen Schuldenlast daher nicht unwahrscheinlich, dass der Staat immer weiter in die freie Marktwirtschaft eingreift und dadurch das Tor zur Staatswirtschaft immer weiter aufstößt.

Denn anders als nach der Finanzkrise, als das frisch gedruckte Geld der Zentralbanken im Bankensektor stecken blieb, weil Unternehmen und private Haushalte seinerzeit kaum Kredite nachfragten, fließt dieses Mal das frische Geld direkt auf die Konten von Unternehmen und Bürgern in Form der staatlichen Zuschüsse.

Kein Wunder also, dass die Geldmenge M1, die Bargeld und Sichteinlagen umfasst, in der Eurozone zuletzt um mehr als 13 Prozent gestiegen ist. Wenn aber diese Geldmenge steigt, die Güterproduktion aber gleichzeitig abnimmt, steigen eigentlich grundsätzlich die Preise. Die alles entscheidende Frage in diesem Zusammenhang ist nur wann genau das der Fall sein wird.

Fakt ist, dass die Geldflut bis jetzt vor allem die Vermögenspreise wie Aktien oder Immobilien getrieben haben, aber von steigenden Güterpreisen flächendeckend noch nicht viel zu sehen ist. So lagen die Verbraucherpreise in der Eurozone im vergangenen Monat sogar 0,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Auch in den USA hält sich die Inflation mit plus 1,3 Prozent bisher in Grenzen.

Die Bürger halten aber auch hierzulande aufgrund schrumpfender Einkommen und Kurzarbeit ihr Geld eher zusammen und auch die Unternehmen verzögern größere Investitionen. Doch nicht wenige Ökonomen gehen davon aus, dass wenn die Notenbanken die Staatshaushalte weiterhin so großzügig finanzieren werden, ein deutlicher Anstieg der Inflation zu befürchten ist. Das würde natürlich für unser bestehendes Wirtschaftssystem extrem bedrohlich werden.

Denn entweder die Notenbanken bekämpfen die Inflation, indem sie kräftig auf die geldpolitische Bremse treten, wodurch die Zinsen in die Höhe schnellen und die Aktienmärkte abstürzen würden. Infolgedessen wären aber auch Staaten und Unternehmen von der Insolvenz bedroht. Zum anderen könnte man der Inflation freien Lauf lassen, was zur Enteignung vieler Sparer führen würde.

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