3 fatale Gründe, warum Sie keine klassische Lebensversicherung abschließen sollten

Des Deutschen liebstes Kind bei der Altersvorsorge – die klassische Lebensversicherung – verkommt mehr und mehr zum Auslaufmodell. Denn egal ob Rente oder Einmalleistung – bei den Prognosen zu den Auszahlungen von Lebensversicherungen gibt es in den vergangenen Jahren nur noch eine Richtung – und zwar nach unten. Daher wollen wir uns in diesem Artikel einmal die drei Gründe dafür anschauen, warum die Lebensversicherer sprichwörtlich in Lebensgefahr sind und welche drohende Gefahr für bereits bestehende Kunden einer klassischen Lebensversicherung besteht.

Fakt ist, dass sich die Zahl der Policen hierzulande auf über 80 Millionen beziffert, was im Umkehrschluss bedeutet, dass rein statistisch gesehen jeder Deutsche einen solchen Vertrag besitzt. Doch den Gesellschaften fällt es angesichts der Null- und Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank natürlich zunehmend schwerer, das Geld ihrer Kunden gewinnbringend anzulegen.

Das liegt in erster Linie daran, dass die Unternehmen grundsätzlich einen Großteil eben jener Kundengelder in festverzinslichen Wertpapieren anlegen – und da geht es ihnen schon seit Jahren wie einem Privatsparer beim Tagesgeld, nämlich dass man kaum noch etwas verdient. Und dass die letzten Monate diese Ausgangssituation nun nochmal drastisch verschärft haben, ist wohl selbsterklärend. Denn schon vor Corona waren die klassischen Lebensversicherer wegen der bereits angesprochenen niedrigen Zinsen in Bedrängnis und hofften insgeheim auf eine Trendwende in der Zinspolitik.

Doch die langfristige Konsequenz ist dramatisch: So prophezeite der Exekutivdirekter der Finanzaufsicht BaFin, Frank Grund, in einem Interview mit der „Börsen-Zeitung“, dass sich die Zahl der Lebensversicherer, die unter „intensivierter Aufsicht“ stehen, auch wegen der Corona-Krise weiter steigen werden. Schon vor Ausbruch der Pandemie war übrigens jede vierte der 85 Lebensversicherer hierzulande bei der BaFin unter Sonderbewachung wegen akuter Finanzsorgen. 

Kein Wunder also, dass immer mehr wegen ihrer klassischen Lebensversicherung verunsichert sind. Doch wollen wir uns die Auswirkungen für bestehende Verträge mal etwas genauer anschauen – denn grundsätzlich sind drei Szenarien denkbar. Erstens – der Lebensversicherer übersteht die Krise, muss aber aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsen die sogenannten Überschussbeteiligungen immer weiter kürzen.

Überschussbeteiligungen Lebensversicherung

LV: Durchschnittliche Überschussbeteiligung (Quelle: fondsprofessionell.de)

Zum Verständnis: Überschussbeteiligungen sind vereinfacht ausgedrückt vereinbarte Beteiligungen des Kunden an Überschüssen aus dem Versicherungsgeschäft des Versicherers, die noch aus der hochverzinslichen Zeit stammen, wo es beispielsweise für Staatsanleihen noch 8 oder 9 Prozent Zinsen gab. Doch je länger der Vertrag noch läuft, desto mehr macht sich dieser Abwärtstrend natürlich auch für den Kunden negativ bemerkbar. Nur knapp ein Drittel der Anbieter hält dieses Jahr die Überschussbeteiligung auf eben klassische Policen mit einem Garantiezins konstant; dementsprechend bieten immer mehr Versicherer solche Verträge im Neugeschäft erst gar nicht mehr an.

Was ich in diesem Zusammenhang aber auch immer häufiger beobachte, ist die Vorgehensweise, dass viele Lebensversicherer aufgrund der bereits genannten Probleme die Verträge samt ihrer Kunden einfach verkauft. So hat zum Beispiel die Generali Leben im Jahr 2018 rund vier Millionen Verträge an einen Finanzinvestor verkauft – das Ganze nennt sich übrigens „Rund-Off“ und ist ein sehr populäres Mittel für die Konzerne, da ihr Image dadurch nicht wirklich in Mitleidenschaft gezogen wird, wenn sich Jahre später die Kunden über niedrige Auszahlungen beklagen sollten.

Wichtig zu wissen ist jedoch, dass der jeweilige Vertragskäufer auch den Vertrag mit allen Rechten und Pflichten übernimmt. Wenn also die Voraussetzungen für einen Widerruf vorliegen, mit denen der Kunde sein gesamtes Geld zurückerhalten kann, gilt das Widerrufsrecht auch gegenüber dem neuen Vertragspartner. Sollte es aber für den Lebensversicherer zu ernsthaften Schwierigkeiten kommen, kann es im zweiten Szenario dann für den Kunden – also schlimmstenfalls für Sie – richtig ans Eingemachte gehen.

Denn nur die wenigsten wissen, dass der Gesetzgeber einem Lebensversicherer das Recht eingeräumt hat, die Beiträge zu erhöhen, wenn die eigene Kalkulation nicht mehr aufgeht – so steht es zum Nachlesen übrigens auch im Paragraph 163 des Versicherungsvertragsgesetzes. Und auch die BaFin hat bereits in der Vergangenheit entsprechende Eingriffsrecht bei einem angeschlagenen Lebensversicherer verabschiedet, die in letzter Konsequenz vor allem den Kunden richtig weh tun können.

Demnach können zur Vermeidung einer Insolvenz des Lebensversicherers sämtliche Zahlungen erst mal verboten werden. Das hätte zur Folge, dass dann möglicherweise die laufende Rente ebenso vorübergehend gesperrt ist wie der Betrag, der nach einer Kündigung hätte zurückgezahlt werden sollen. Das wiederrum kann man im Paragraph 314 des Versicherungsvertragsgesetzes nachlesen. Übrigens kann dem Aufsichtsbehörde dem „Vermögensstand entsprechend“ auch die Versicherungsleistungen herabsetzen, um eine entsprechende Insolvenz zu vermeiden.

Doch wenn auch das alles nicht hilft, kommt Szenario drei und die sogenannte Protektor Lebensversicherungs-AG ins Spiel. Das ist vereinfacht ausgedrückt die Auffanggesellschaft der Branche für gescheiterte Lebensversicherungen. Sie musste aber bislang nur ein einziges Mal tätig werden – und zwar im Jahr 2003, als rund 350.000 Lebensversicherungsverträge der Mannheimer Leben übernommen wurden.

Der Kunde muss bei diesem Prozess aber weiterzahlen – sicher ist aber nur das, was er bis zu diesem Zeitpunkt auch garantiert bekommen hat. Und selbst das nicht unbedingt, denn sollten die finanziellen Mittel der Sicherungseinrichtung nicht ausreichen, um eine Sanierung des Bestands sicherzustellen, kann auch hier die BaFin die Verpflichtungen aus den Verträgen um bis zu fünf Prozent der vertraglich garantierten Leistungen herabsetzen.

Wer also angesichts dieser Gründe beziehungsweise Szenarien jetzt über einen vorzeitigen Ausstieg aus seiner klassischen Lebensversicherung nachdenkt, der hat verschiedene Optionen: Zum einen natürlich die Kündigung; aber auch die Beitragsfreistellung oder auch der Widerruf wären denkbar. Was am Ende des Tages aber wirklich sinnvoll ist, lässt sich nur im Einzelfall prüfen. Wenn Sie dabei Unterstützung benötigen, dann tragen Sie sich einfach unter www.claus-roppel.de/termin oder im unteren Formular zu einem kostenfreien Erstgespräch ein. Denn wir helfen mit unserer Wohlstands-Akademie seit Jahren Privatanlegern, Unternehmern und Selbstständigen dabei, nachhaltig Vermögen aufzubauen und zu schützen.

Inflation & Hyperinflation in der Corona-Krise? Die selbstgemachte Geldentwertung

Dass Zentralbanken weltweit die Geldschleusen aufgemacht und Billionen von Euro auf den Markt geworfen haben, ist mittlerweile den meisten bekannt. Doch grundsätzlich müsste genau das nach der Logik von Angebot und Nachfrage die Inflation ankurbeln. Und das hierzulande schon historisch bedingt die Angst vor einer Inflation groß ist, hat wohl eben auch stark damit zu tun, dass die Deutschen im 20. Jahrhundert bereits ihre Erfahrungen mit der Hyperinflation gemacht haben, weshalb wir beide Punkte in diesem Artikel mit aufgreifen wollen.

Vorweg sei gesagt:  Als Inflation wird grundsätzlich eine Steigerung der Preise von Waren und Dienstleistungen bezeichnet, die dementsprechend mit einem Verlust der Kaufkraft des Geldes einhergeht. Steigt also die Inflation, schrumpfen Sparguthaben und Vermögen. Kapital, das mit einer geringeren Verzinsung als der Inflationsrate angelegt wird, verliert also ständig an Kaufkraft.

Daher sollten Sie als Sparer und Anleger bei der Geldanlage unbedingt darauf achten, dass die Verzinsung oder Rendite oberhalb der abgebildeten Inflationsrate liegen. Lag die Inflationsrate im Jahr 1992 beispielsweise noch bei satten fünf Prozent pro Jahr, sanken die Preise Mitte diesen Jahres gegenüber dem Vorjahr, also 2019, um 0,1 Prozent. Damit lag die jährliche Inflation seit Beginn der Corona-Krise noch in keinem Monat bei mehr als einem Prozent, obwohl die EZB, also die Europäische Zentralbank, seit Jahren das Ziel einer 2-Prozent-Inflationsrate verfolgt.

Inflationsrate Claus Roppel

Doch Fakt ist, dass die Sparkassen die Inflationsrate im kommenden Jahr bei rund drei Prozent sehen. Und auch die Europäische Zentralbank hat gerade erst ihre Inflationsobergrenzte von zwei Prozent gekippt. Viele Ökonomen sind mit Blick in die Zukunft aber gespalten. Einige gehen davon aus, dass die angesprochene enorme Geldmenge zu einer Mega-Inflation führen wird, da sich allein die Zentralbankgeldmenge seit 2008 verfünffacht hat. Ähnlich war es zu Zeiten des Ersten Weltkrieges, was nach dessen Ende in einer Hyperinflation endete.

Die daraus resultierende Enteignung des unteren Mittelstands, also jener Leute, die ihr Vermögen überwiegend in Form von Sparbüchern, klassischen Lebensversicherungen oder Bargeld hielten, war damit besiegelt. Davon sind wir zurzeit aber noch entfernt, denn tatsächlich bezifferte das Statistische Bundesamt die Teuerung wie bereits zu Beginn erwähnt im September auf minus 0,2 Prozent. Denn Energie und Benzin verbilligten sich, und auch die Mehrwertsteuersenkung trug dazu bei.

Vor allem letztere dürfte – wenn sie zum Jahresende wieder ausläuft – der Hauptgrund für jene drei Prozent sein, die die Sparkassen voraussagen. Doch wie berechtigt ist eigentlich die Angst der Deutschen vor der großen Inflation? Einer Studie der Notenbank FED zufolge, die Daten aus den letzten 600 Jahren zusammenfasst, besagt, dass die Inflation zwar nach Kriegen steigt, wenn zerstörte Produktionsanlagen wiederaufgebaut werden, was dann entsprechend Wachstum schafft.

Doch nach Pandemien wuchsen bisher nur die Löhne, weil die Zahl der Arbeitskräfte geschrumpft war. Vor allem Zinsen und Teuerung blieben danach rund 40 Jahre klein. Ob sich diese Theorie wiederholen lässt, bleibt fraglich. Doch unabhängig davon macht uns Corona alle zu größeren Vorsichtssparen. So ist der Geldbetrag auf Bankkonten mehr als 2,3 Billionen Euro schwer, was fast die Hälfte des gesamten deutschen Vermögens ist.

Denn die Deutschen agieren beim Konsumverhalten nach wie vor zurückhaltender. Laut einer Studie der ING Diba horteten die Menschen hierzulande allein im März rund 100 Milliarden Euro mehr als im Februar. Und auch die Sparquote ist von Januar bis März auf 16,7 Prozent angestiegen. Für das zweite Quartal rechnet man sogar mit knapp 20 Prozent, was bedeuten würde, dass die Bürger nur vier von fünf Euro, die sie einnehmen, derzeit auch wieder ausgeben würden. Doch in Zeiten von Null- und Niedrigzinsen vermehrt sich dieses Geld nicht, sondern es schrumpft mehr oder weniger.

Inflation einfach erklärt Claus Roppel

Denn dem neusten Bundesbankbericht nach ist die reale Rendite, die Privathaushalte erzielen – trotz ihrer Aktien und Fonds – seit 2016 negativ. Und aktuell beträgt dieses Minus rund zwei Prozent. Hiervor gilt es sich aber meiner Meinung nach bereits heute bestmöglich zu schützen, und zwar mit einem sogenannten Vermögensmix. Zwar ist keine Anlage ohne Risiko, doch teilt man sein Vermögen behutsam auf, kann man der Inflationsgefahr weitestgehend aus dem Weg gehen, sodass eine breite Streuung die beste Lösung darstellt.

Zum Beispiel mit Sachwerten wie Edelmetalle, Immobilien, Aktien oder Fonds. Vor allem letzteres stellt einen guten Schutz dar, denn anstatt selbst am Kapitalmarkt Aktien, Gold oder Anleihen zu erwerben, bieten sich dafür entsprechend Investmentfonds an. Ein Investmentfonds sammelt das Geld von Anlegern und dieses Kapital wird dann an den Finanzmärkten investiert. Der große Vorteil eines Fonds besteht in der Risikostreuung. Somit minimiert man das Risiko und setzt einen strategischen Vermögensaufbau und Vermögenserhalt auf.

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Gold verkaufen?! Notenbanken wollen Währungskollaps verhindern (Türkei)

Zum ersten Mal seit der großen Finanzkrise 2008/2009 schrumpfen die Goldreserven der Notenbanken, da einige betroffene Staaten unbedingt frisches Geld brauchen. Warum die Notenbanken aber über Jahre hinweg tonnenweise Gold einkauften, weshalb damit aber keinesfalls ein wirklicher realwirtschaftlicher Zweck erfüllt wird und was das mit der dramatischen Währungskrise in der Türkei und möglicherweise auch für den Euro bedeuten kann, darum soll es in diesem ​Artikel gehen.

Wie wir bereits ​wissen, hat die Corona-Krise bis heute drastische Auswirkungen auf den Goldhandel. So hat in den Monaten Juli bis September die Nachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren sowie nach Wertpapieren, bei denen Gold hinterlegt wird, stark zugelegt, sodass der Goldpreis neue Rekorde verzeichnen konnte. 

Insgesamt legte er bis dato in Euro rund 19 Prozent zu, wovon natürlich nicht nur private Anleger profitieren wollen. So haben die Zentralbanken zum ersten Mal in der Dekade weltweit mehr Gold-Reserven verkauft als neu aufgebaut. In Zahlen ausgedrückt trennte man sich im abgelaufenen dritten Quartal 2020 netto von 12,1 Tonnen Gold im Wert von 625 Millionen Euro. Vorreiter in dieser Entwicklung waren dabei vor allem Usbekistan und die Türkei. 

Während ersteres Land sich für internationale Investoren und Organisationen öffnen möchte und dafür entsprechend Geld benötigt, was sich die Zentralbank über den Verkauf von Gold-Reserven beschafft, sieht das im Falle der Türkei doch etwas anders aus. Das Land am Bosporus wiederrum nutzt nämlich die Einnahmen aus dem Gold-Verkauf vor allem, um gegen den Verfall der eigenen Währung anzukämpfen.

Denn die dortige Lira gehört dieses Jahr nach dem brasilianischen Real mit einem gigantischen Verlust von knapp 30 Prozent zu den schwächsten Währungen der Welt. Deshalb hat die Zentralbank schon mehrfach ausländische Währungen ver- oder Lira gekauft und das nötige Kleingeld besorgt sich die Bank jetzt eben auch mit dem Verkauf von Gold – und davon ist erstaunlich viel gebunkert. Denn bereits vor der Corona-Krise kauften die Zinshüter des Landes massenhaft Gold ein.

Einzig Russland zeigte sich in ähnlicher Weise interessiert an Gold. Demzufolge saß die türkische Notenbank Ende 2016 noch auf Gold-Reserven von etwa 116 Tonnen, während sich bis Ende 2019 dieser Bestand bereits auf mehr als 412 Tonnen verdreifachte. Und inzwischen sollen es aktuellen Zahlen zufolge nach sogar 686 Tonnen sein. Dabei liegt die Türkei weltweit auf Platz neun bei den Gold-Reserven. Und trotz alledem hat sich die türkische Lira wie bereits angesprochen in diesem Jahr alles andere als gut geschlagen, sodass die bisher gefahrene Gold-Strategie der türkischen Notenbank ihr eigentliches Ziel komplett verfehlt hat. 

Denn was wir Anfang ​November beobachten konnten, war wirklich besorgniserregend, infolge die türkische Währung zum Dollar erstmals die Marke von acht Lira durchbrochen hat. Damit verlor man an einem Tag über ein Prozent zur US-Währung. Zwar wird hierfür auch die verpasste Zinssetzung der Notenbank und die Sorge vor US-Sanktionen aufgrund des Konflikts um das russische Raketenabwehrsystem ins Spiel gebracht; doch am Ende des Tages sind solche Entwicklungen nicht im Sinne der Notenbanken.

Zwar kann eine billigere Währung für die Wirtschaft gewisse Vorteile mit sich bringen, doch andererseits das Land ebenfalls vor gewaltige Probleme stellen. Denn durch die schwache Lira leitet die Türkei in erster Linie unter einer sogenannten „importierten Inflation“, und gleichzeitig verabschieden sich reihenweise die ausländischen Kapitalgeber und den Konzernen des Landes fällt es noch schwerer, die massiven ausländischen Schulden in Fremdwährungen zu bedienen.

Helfen würden dafür natürlich höhere Zinsen, die aber wie erwähnt ausgeblieben sind, da sie für den dortigen Präsidenten ein absolutes Tabu sind. Und genau das wissen auch die Zinshüter, weshalb sie womöglich auf die massiven Goldkäufe gesetzt haben. Zwar gilt Gold seit Jahrtausenden als weltweites Wertaufbewahrungsmittel, doch es nutzt im Besitz von Zentralbanken nicht als Reserve gegen Währungskrisen

Zwar eignet sich das Edelmetall als privates Anlageobjekt; erfüllt aber gleichzeitig keinen wirklichen realwirtschaftlichen Zweck. Deshalb kann eine Notenbank mit ihren Reserven allenfalls das Abwertungstempo einer Währung vermindern oder kurzfristige Übertreibungen korrigieren. Doch nachhaltig ist diese Methode definitiv nicht. Der eine oder andere mag sich vielleicht an dieser Stelle des Videos jetzt fragen, welche Möglichkeiten Notenbanken denn in einem solchen Falle überhaupt haben.

Nun, ob es sich um entsprechende Gold- oder auch mögliche Devisenreserven handelt; wenn sich der Markt gegen eine Währung stellt, kann wohl selbst die vermögendste Notenbank oft nichts dagegen unternehmen, was wir auch im Zuge der Yuan-Abwertung im Jahr 2015 in China beobachten konnten. Damals hat Chinas Notenbank vergeblich über eine halbe Billionen Dollar an Fremdwährungsreserven regelrecht verpulvert. Und diese Beispiele zeigen einfach, dass unser Geldsystem auch nicht in jedem Fall kontrollierbar ist und man sich möglichst mit seinem Vermögen aus den reinen Geldwerten entziehen sollte. Denn es gibt nach wie vor hervorragende Möglichkeiten sein Geld in Sachwerten zu schützen und ebenfalls noch weiter aufzubauen. ​

​Dabei können wir Sie natürlich mit unserer Expertise und Erfahrung unterstützen. Einfach unter www.claus-roppel.de/termin oder im unteren Formular zu einem kostenfreien Erstgespräch eintragen. Denn wir helfen mit unserer Wohsltands-Akademie seit Jahren Privatanlegern, Unternehmern und Selbstständigen dabei, Vermögen aufzubauen und zu schützen.

Schuldenblase 2020?! Bedroht die Geldflut unsere Wirtschaftsordnung?

Es scheint so, als würden die führenden und handelnden Personen alle Warnungen ignorieren und stattdessen weiterhin Billionen in die Märkte pumpen, um die Wirtschaft am Leben zu erhalten. Das damit aber langfristig genau das Gegenteil eintreten könnte, bleibt vordergründig zumindest unberücksichtigt. Doch genau um diese Hintergründe und dessen Auswirkungen soll es in diesem ​Artikel gehen.

Nun, dass unser derzeitiger Finanzminister Olaf Scholz in der Vergangenheit eigentlich als Sparfuchs und als Freund der Schuldenbremse bekannt war, daran wird sich wohl irgendwann keiner mehr so recht zurückerinnern können. Vielmehr wurde sich auf die sogenannte Notstandsklausel berufen, die ausnahmsweise die Aufnahme neuer Kredite erlaubt, um am Ende des Tages einen beispiellosen Konjunkturabsturz abzufedern.

So nimmt die Regierung nach dem Schuldenrekord in diesem Jahr mit insgesamt 218,5 Milliarden Euro im kommenden Jahr weitere Darlehen in Höhe von 96,2 Milliarden Euro auf. Bei diesen gigantischen Summen kommen natürlich berechtige Zweifel auf, ob diese Schulden künftig überhaupt noch abbezahlt werden können und stattdessen weiter laufend umgeschuldet werden müssten.

Allen voran die Europäische Zentralbank spielt mit ihrer Geldpolitik den Staaten bei diesem Vorhaben in die Karten. Denn die vormals unabhängigen Notenbanken ähneln zurzeit mehr oder weniger Durchführungsagenturen politischer Gelddruckwünsche. Dadurch ist es mehr als offensichtlich, dass unser Papiergeldsystem mit seiner schier grenzenlosen Möglichkeit, Geld und Kredite aus dem Nichts zu schöpfen, der Welt eine Wirtschaftsordnung beschert hat, die auf der Basis des kontrollierten Bankrotts basiert.

Und das sowohl in den USA, Deutschland, Italien oder auch Japan. In den nächsten Jahren könnte sich diese Zentralbankpolitik aus steigenden Schulden und sinkenden Zinsen auch noch weiter fortführen, was wir am Beispiel Japan seit Jahren eindrucksvoll beobachten können. Denn dort senkte die Zentralbank nach dem Platzen der Immobilienblase Anfang der 90er-Jahre schrittweise die Zinsen, infolgedessen im Jahr 1999 der dortige Leitzins erstmals auf null Prozent fiel.

Zwei Jahre später setzte man den Kauf von Staatsanleihen ein, was dazu geführt hat, dass sich mittlerweile rund 45 Prozent der Papiere in ihrem Besitz befinden. Und in keinem anderen Land ist der Staat so hoch verschuldet wie in Japan. In den USA finanziert die Regierung ebenfalls bereits die Hälfte ihrer Ausgaben auf Pump. Demzufolge wird auch die EZB weiterhin Staatsanleihen in großem Stil einkaufen und die Finanzierungskosten für überschuldete Staaten drücken.

Dadurch sind die Notenbanken eigentlich hoch politisierte Institutionen, deren vordergründiges Ziel seit der Finanzkrise darin besteht, staatliche und private Schuldner vor dem Bankrott zu bewahren und seit der Corona-Krise noch zusätzlich die Investitionswünsche der Regierungen zu finanzieren. Doch je mehr sich die Notenbanken in den der allgemeinen Politik vorbehaltenen Prozess einmischen, desto mehr stellen sie meiner Meinung nach ihre für die Erhaltung der Preisstabilität entscheidende Unabhängigkeit infrage.

So oder so haben die Regierungen quasi einen Freifahrtschein fürs Schuldenmachen. Langfristig ist es angesichts der Geldschwemme, der Null- und Niedrigzinspolitik und der angesprochenen Schuldenlast daher nicht unwahrscheinlich, dass der Staat immer weiter in die freie Marktwirtschaft eingreift und dadurch das Tor zur Staatswirtschaft immer weiter aufstößt.

Denn anders als nach der Finanzkrise, als das frisch gedruckte Geld der Zentralbanken im Bankensektor stecken blieb, weil Unternehmen und private Haushalte seinerzeit kaum Kredite nachfragten, fließt dieses Mal das frische Geld direkt auf die Konten von Unternehmen und Bürgern in Form der staatlichen Zuschüsse.

Kein Wunder also, dass die Geldmenge M1, die Bargeld und Sichteinlagen umfasst, in der Eurozone zuletzt um mehr als 13 Prozent gestiegen ist. Wenn aber diese Geldmenge steigt, die Güterproduktion aber gleichzeitig abnimmt, steigen eigentlich grundsätzlich die Preise. Die alles entscheidende Frage in diesem Zusammenhang ist nur wann genau das der Fall sein wird.

Fakt ist, dass die Geldflut bis jetzt vor allem die Vermögenspreise wie Aktien oder Immobilien getrieben haben, aber von steigenden Güterpreisen flächendeckend noch nicht viel zu sehen ist. So lagen die Verbraucherpreise in der Eurozone im vergangenen Monat sogar 0,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Auch in den USA hält sich die Inflation mit plus 1,3 Prozent bisher in Grenzen.

Die Bürger halten aber auch hierzulande aufgrund schrumpfender Einkommen und Kurzarbeit ihr Geld eher zusammen und auch die Unternehmen verzögern größere Investitionen. Doch nicht wenige Ökonomen gehen davon aus, dass wenn die Notenbanken die Staatshaushalte weiterhin so großzügig finanzieren werden, ein deutlicher Anstieg der Inflation zu befürchten ist. Das würde natürlich für unser bestehendes Wirtschaftssystem extrem bedrohlich werden.

Denn entweder die Notenbanken bekämpfen die Inflation, indem sie kräftig auf die geldpolitische Bremse treten, wodurch die Zinsen in die Höhe schnellen und die Aktienmärkte abstürzen würden. Infolgedessen wären aber auch Staaten und Unternehmen von der Insolvenz bedroht. Zum anderen könnte man der Inflation freien Lauf lassen, was zur Enteignung vieler Sparer führen würde.

Hiervor gilt es sich unbedingt rechtzeitig mit seinem Vermögen und Ersparten zu schützen. Dabei können wir Sie natürlich mit unserer Expertise und Erfahrung unterstützen. Einfach unter www.claus-roppel.de/termin oder im unteren Formular zu einem kostenfreien Erstgespräch eintragen. Denn wir helfen mit unserer Wohsltands-Akademie seit Jahren Privatanlegern, Unternehmern und Selbstständigen dabei, Vermögen aufzubauen und zu schützen.