Dr. Daniel Stelter: ​Fatale Klimapolitik? ​Wer gewinnt die Wahl? ​Verlierer: Mittelstand? #3

Vor einigen Wochen haben wir eine 5-teilige Videoreihe mit dem Top-Ökonom Dr. Daniel Stelter auf unserem YouTube-Kanal veröffentlicht, im Zuge dessen uns zahlreiche Fragen erreicht haben, die wir Herrn Dr. Stelter in einem persönlichen Gespräch entsprechend gestellt haben und seine Antworten können Sie nun im dritten und letzten Teil unserer Blog-Serie nachlesen.

Claus Roppel: „Was halten Sie von einer grundlegenden Neuaufstellung von Staat, Wirtschaft, Kultur und Bildung? Neben der vertikalen Gliederung in Bund, Länder und Gemeinden, brauchen wir eine horizontale Gliederung unseres Gemeinwesens, Staatswesens und Bildungswesens. Der Staat muss entmachtet und entlastet werden. Neben dem Bundestag hätten wir dann ein Wirtschafts- und ein Kulturparlament, mit Fachleuten aus diesen Bereichen.

Und wenn der Staat unser Gemeinwesen mit Euro, EU, Klima, Energie, Einwanderung, Verschuldung und Corona-Politik endgültig renoviert hat, bestände die Chance auf einen Neuanfang. Der Schuldenschnitt wäre nur eine Verlängerung des Elends. Was halten Sie von einer Dreigliederung des sozialen Organismus?"

Dr. Daniel Stelter: Ich muss zugeben, dass das eine interessante Idee ist. Und so etwas habe ich jetzt zum ersten Mal gehört. Ich persönlich habe ein paar Gedanken, die mir dazu spontan kommen. Zum einen ist da die Frage: „Wozu brauchen wir ein Wirtschaftsparlament?" Es hat sich erwiesen, dass die soziale Marktwirtschaft deshalb so stark ist, weil sie dezentral ist. Bei der Kultur wiederum ist es so, dass diese von der Kreativität des Einzelnen lebt. Deshalb bin ich mir ebenfalls nicht sicher, ob wir ein Kulturparlament brauchen.

Generell sehe ich aber den Aspekt, dass wir ganzheitlicher denken müssen. Und das tun wir eben nicht. Die Politik - wie es auch ein Kritikpunkt meines Buches "Ein Traum von einem Land" ist - geht so vor, dass sie irgendwo interveniert, aber dann nicht versteht, was die Folgeerscheinungen dieser Intervention sind. Um diese zu lösen, interveniert sie dann erneut. Im Endeffekt läuft der Prozess der Fehlersuche dann wieder von vorne, weil sie immer nur in einzelnen Teilen intervenieren, ohne zu wissen, was die Folgewirkung dieses Eingriffs ist.

Und dass ist das Problem in einer Welt, die so komplex ist, dass man sie individuell als ganzes System betrachten muss, was die Politik allerdings nicht macht. Der Vorteil der normalen Parlamente ist eben, dass man versucht, die Komplexität etwas transparenter zu machen. Ich persönlich finde, wir müssen über die Folgewirkungen der einzelnen Entscheidungen mehr diskutieren. Gerade in der Corona-Politik haben wir gemerkt, dass unser System sehr reformbedürftig ist.

Claus Roppel: Kommen wir zum Thema „Green Deal“ - ein gigantisches Projekt. Die EU-Kommission schätzt, dass sowohl die privaten als auch die öffentlichen Investitionen im Green Deal auf 2,6 Mrd. Euro anwachsen können. Langfristig ist das Ziel der Klimaneutralität nur mit erfolgreichen Geschäftsmodellen zu meistern. Dazu lautet die Frage eines Zuschauers: „Was halten Sie von der politischen Krisenbekämpfung, auch in Bezug auf die vielen Pleiten, die auf uns zurollen? Sind diese alternativlos? Wie ist diese Klimawende im Rahmen dieser Umstände zu schaffen? Und mit welchen Geschäftsmodellen?“

Dr. Daniel Stelter: Fest steht, dass das Corona-Krisenmanagement schon mal bewiesen hat, dass der Staat es nicht kann. Wir hatten den ganzen Sommer Zeit, um uns auf die zweite Welle vorzubereiten. Aber wir hatten kein Schutzkonzept für Risikogruppen, wir haben unzureichend Tests eingekauft, obwohl diese schon im Oktober verfügbar waren usw. Bei der Klimakrise wird das demnach ähnlich aussehen.

Ich erinnere mich da an die Subvention von Lastenfahrrädern in Berlin. 53.000 Euro werden da jährlich an Subventionen hineingepumpt – für 7 Tonnen CO2-Ersparnis. Wenn wir so weiter machen würden, dann wären wir ziemlich schnell pleite. Ein anderes Beispiel ist die Investition von 80 Mrd. Euro für Solarenergie. Mit der Solarenergie wird der CO2-Ausstoß um zwei Prozent pro Jahr verringert, was unverhältnismäßig teuer im Vergleich zum Output ist.

Deshalb sehe ich den Green Deal der EU als kritisch zu betrachten an. Diesbezüglich glaube ich, dass Europa auf dem völlig falschen Dampfer ist, und wir sind sowieso auch schon abgehängt worden von den anderen Staaten, was die generellen Zukunftstechnologien betrifft. Da sind uns die USA und China weit voraus. Und dieser einseitige Fokus auf das Thema Klima wird den Untergang Europas weiter beschleunigen.

Claus Roppel: Die 30 DAX-Konzerne werden trotz aller Umstände 30 Mrd. Euro an ihre Aktionäre auszahlen. Fast jedes zweite Unternehmen plant eine höhere Dividende als im Vorjahr, viele große Unternehmen werden also Dividenden an ihre Aktionäre zahlen. Angenommen die Staatshilfen führen dazu, dass letztendlich Steuergelder, die zur Rettung von Arbeitsplätzen gedacht waren, als Gewinne an die Aktionäre weitergeleitet werden - ihre Meinung dazu.

Dr. Daniel Stelter: Falls Sie das Kurzarbeitergeld meinen, dieses ist eine Versicherungsleistung. Das wird nicht aus Staatshilfen finanziert, sondern aus entsprechenden Leistungen zur Prävention von Arbeitslosigkeit. Wenn der Vorstand eines Unternehmens jedoch trotz vorhandener Gewinne, die das Unternehmen erzielt hat, keine Dividende auszahlt, können die Aktionäre das Unternehmen verklagen.

Von der Lufthansa weiß ich, dass sie keine Dividenden zahlt, denn die Lufthansa hat tatsächlich Staatshilfen bekommen. Aber ich verstehe diese Bedenken und kann auch unter moralischen Gesichtspunkten nachvollziehen, dass solche Vermutungen aufkommen könnten, dass die Staatshilfen unter Umständen missbraucht werden. Jedoch muss die Situation besser so beschrieben werden, wie sie ist, damit wir sie besser einordnen können.

Claus Roppel: Eine weitere interessante Frage von einem unserer Zuschauer, die sich auf die bevorstehende Wahl bezieht, lautet: „Gibt es aus Ihrer Sicht eine Perspektive, wie das Wahlergebnis ausgehen und auf unseren Wohlstand Einfluss nehmen könnte?“

Dr. Daniel Stelter: Egal wie die Wahl ausgeht, es gibt faktisch keine Politiker, die für die Wohlstandschaffung eintreten. Wenn wir die Parteien durchgehen, so haben alle Parteien unterschiedliche Programme der Wohlstandsverwendung. Bei den Linksparteien geht es vor allem um die Steuererhöhung zugunsten der Klimapolitik, aber nirgendwo wird auf die Schaffung von Wohlstand eingegangen. Von daher können wir davon ausgehen, dass am Ende eine Minderung des Wohlstands steht.

Und noch mal zur Erinnerung: Es geht nicht darum, dass die Reichen in Deutschland reicher sind oder reicher werden als beispielsweise in Frankreich oder Spanien, sondern es geht um den Mittelstand. Unser Problem ist, dass die Mittelschicht zu wenig hat. So viel zum Thema Ungleichheit. Bei der SPD ist es nicht anders. Dort wird viel über Vermögensabgaben und Vermögenssteuer gesprochen. Und da frage ich mich: Wieso eigentlich? Wir haben ohnehin schon die höchste Abgabenlast laut OECD. Wenn noch mehr Gelder in der EU umverteilt werden, dann ist das alles andere als Wohlstandsschaffung.

Über die AfD müssen wir in diesem Zusammenhang gar nicht erst reden. Die CDU wiederum ist beliebig in ihrem Handeln. Sie hat in den letzten 15 Jahren bewiesen, dass sie zwar alles Mögliche tut, aber nicht den Wohlstand der Bürger richtig in den Schutz nimmt. Wäre das in den letzten 15 Jahren überwiegend der Fall gewesen, wären wir heute besser dran. Das richtige Wohlstandsdenken fehlt in der CDU. Da hat die SPD noch am ehesten dieses Wohlstandsdenken, Wohlstand zu schaffen und auch zu schützen. Sie hat allerdings im Bundestag dem Gesetz der europäischen Schuldenunion zugestimmt, entgegengesetzt den Versprechungen aus ihrem Wahlprogramm.

Zusammengefasst ist das Problem einfach auch, dass nach wie vor zu viele Bürger an das Märchen vom reichen Land glauben. Besonders gefährlich ist in diesem Zusammenhang die Klimapolitik der Grünen. Diese wollen einerseits die Reichen besteuern, andererseits möchten sie die Bekämpfung des Klimawandels über das Knie brechen, und das alles mit ineffizienten Maßnahmen. So heißt es dann: Wir erhöhen die Strompreise, wir schalten alles gleichzeitig ab, und hoffen dann, dass all dies irgendwo und irgendwie funktioniert. Dabei kann man die Klimapolitik - die wir ohnehin betreiben müssen - auch so gestalten, dass sie den Wohlstand der Bürger nicht in ein noch tieferes Loch steuert.

Wer von den Parteien am Ende gewinnt, kann ich nicht sagen. Was ich jedoch sagen kann, egal welche Konstellation es am Ende sein wird, es wird eine sein, die eine beschleunigte Wohlstandsvernichtung betreibt. Eine, bei der Wohlstandsschaffung und -sicherung nicht auf der Agenda hat. Ich erinnere daran, dass wir eine Zunahme an Volksvertretern haben, die das Leben des Volkes selbst nie erlebt haben. Viele sind von der Schule ins Studium gekommen. Dann vom Studium in einen Verband oder in eine Partei oder NGO, und auf einmal sitzen sie dann im Bundestag.

Als Voraussetzung, um in den Bundestag zu kommen, sollten daher fünf Jahre Berufserfahrung in einem selbstständigen Beruf oder in einem sozialversicherungspflichtigen Beruf erforderlich sein. Und zwar muss dies eine Tätigkeit sein, die nicht bei einem Parteiverband oder beim Staat ist. Damit die Volksvertreter in spe das Leben des normalen Bürgers vorher mal kennengelernt haben, und dadurch sich besser in die Lage des Volkes versetzen können. Darüber hinaus sollten wir auch hingehen und die Amtszeiten begrenzen. Ich bin der Auffassung, Minister und Regierungschefs sollten ganz klar maximal zwei Amtszeiten haben. Wir hätten dadurch mehr Mischung und auch bessere Politiker meines Erachtens.

Wenn Sie dabei Unterstützung benötigen, dann tragen Sie sich einfach unter www.claus-roppel.de/termin oder im unteren Formular zu einem kostenfreien Strategiegespräch ein. Denn wir helfen mit unserer Wohlstands-Akademie seit Jahren Privatanlegern, Unternehmern und Selbstständigen dabei, nachhaltig Vermögen aufzubauen und zu schützen.

Tipps zur Geldanlage in der Krise: Finanzielle Krisenbewältigung zu mehr Finanzerfolg

Dass das vergangene Jahr für uns alle nicht gerade einfach war, ist selbsterklärend. Und auch für Anleger war 2020 ein sehr turbulentes Börsenjahr, welches vorrangig natürlich von den Folgen der Corona-Pandemie geprägt wurde. Da die Unsicherheit rund um den eigenen Vermögensaufbau und Vermögensschutz angesichts der Entwicklungen rund um das Coronavirus aber weiterhin omnipräsent ist, werde ich in den nachfolgenden Zeilen einige wichtige Rückschlüsse aus meiner Erfahrung mit Ihnen teilen, um Mut zu machen und diese Krise auch als Jahrhundertchance zu verstehen.

Vorweg möchte ich jedoch unmissverständlich klarstellen, dass wohl bei keinem die anhaltenden Corona-Lockdowns so spurlos vorbeigehen. Die einen sehen sich gerade einer unerträglichen Einsamkeit ausgeliefert, während andere wiederrum im stressigen Homeschooling-Chaos versinken. Wichtig ist jedoch, sich klarzumachen: Die Situation hat irgendwann ein Ende, auch wenn es hier und da mit Sicherheit noch Verlängerungen der Maßnahmen geben wird.

Doch ich appelliere an jeden da draußen, in dieser Phase nicht nur die Entbehrungen zu sehen, sondern in erster Linie auch die Chancen. Möglicherweise bietet sich gerade jetzt diese Zeit an, sich mit der eigenen finanziellen Situation einmal intensiver auseinanderzusetzen. Im Fokus steht bei vielen dabei der Aktienmarkt. Notierte in Deutschland der DAX (Deutscher Aktienindex) Mitte Februar noch bei knapp 13.800 Punkten – ein historischer Höchststand –, verlor er durch die Folgen der Corona-Pandemie innerhalb eines Monats fast 40 Prozent an Wert und zählte am 23. März 2020 nur noch rund 8.700 Punkte.

Monatliche Entwicklung des DAX von Dezember 2019 bis Dezember 2020

Monatliche Entwicklung des DAX von Dezember 2019 bis Dezember 2020 (Quelle: statista.com)

Daraufhin wurden viele Anleger und Investoren nervös und haben ihre Papiere voreilig verkauft. Nicht wenige haben dadurch erhebliche Verluste realisiert, was im Zuge der finanziellen Krisenbewältigung der mit Abstand verkehrteste Weg war. Andere haben hingegen den Corona-Kursrutsch zu ihrem Vorteil genutzt und entsprechend nachgekauft. Laut einer repräsentativen Kantar-Umfrage im Auftrag der Postbank lösten vor allem Befragte, mit einem vergleichsweise niedrigeren Nettoeinkommen ihre Wertpapierdepots auf.

Dadurch sank die Zahl der Wertpapierbesitzer mit einem Einkommen von unter 2.500 Euro um knapp 4 Prozentpunkte, von 22 Prozent im Juli 2019 auf 18 Prozent im April 2020. Natürlich ist es möglich, dass viele Betroffene angesichts fehlender Einkünfte oder finanzieller Engpässe liquide Mittel bereitgestellt haben; dennoch plädiere ich immer dazu, Wertpapierdepots nicht vorschnell aufzulösen.

Denn wie bereits angesprochen kann ein Kurseinbruch sogar ein sehr günstiger Zeitpunkt zum Einstieg oder Aufstocken der Anteile sein. Diese langfristig ausgerichtete Strategie haben sich der Studie zufolge auch vor allem Deutsche mit einem höheren Einkommen angeschlossen. Unter den Befragten mit einem Haushaltseinkommen von über 2.500 Euro stieg der Anteil der Wertpapierbesitzer im Vergleich zu 2019 von 36 auf 41 Prozent; unter denen mit einem Einkommen von über 3.500 Euro sogar von 37 auf 45 Prozent.

Wer jedoch seine Aktien oder Fondsanteile in der jetzigen Krise hält oder aufstockt, darf definitiv nicht ungeduldig sein. Bei einer Wertpapieranlage kommt es vielmehr auf einen langen Atem an und sollte daher niemals kurzfristig ausgerichtet sein, um Kursschwankungen besser aussitzen zu können. Allerdings können, anders als im vergangenen Jahr, mitunter Jahre vergehen, bis sich die Kurse wieder zu neuen Allzeithochs entwickeln.

Nach dem Platzen der „Dotcom-Blase“ im Jahr 2000 dauerte es vier Jahre, bis der DAX das Niveau von vor der Krise erreicht hatte. Und auch nach den Kursverlusten durch die Finanzkrise 2007 erholte sich der DAX erst nach rund drei Jahren. Im Vorteil sind demnach Anleger, die ihr Vermögen in unterschiedlichen Anlageklassen möglichst breit und weltweit streuen.

Diversifikation - Finanzcoach Claus Roppel

Eine detaillierte Strukturierung des Vermögens und die Verteilung des Kapitals auf unterschiedliche Anlageklassen sichert Sie durch Risikostreuung vor einem finanziellen Totalverlust. Fahren Ihre Aktien oder Fonds nämlich Verluste ein, können diese möglicherweise durch Erträge aus fremdvermieteten Immobilien ausgeglichen werden.

Letztendlich berücksichtigt ein ausgeglichenes Portfolio dann Ihre Risikopräferenz und ermöglicht Ihnen dadurch auch die höchstmögliche Rendite zu erzielen. Und auch Ihre Einkommenssituation gilt es in die Überlegungen mit einzubinden. Je sicherer nämlich Ihre Einkünfte sind, desto länger können Sie auf Ihr Kapital mehr verzichten und somit vor allem auf eine langfristige Anlagestrategie setzen.

Schlussendlich darf man eine solche Geldanlage aber auch keinesfalls für einen Selbstläufer halten. Denn ein Portfolio sollte auch in Krisenzeiten regelmäßig umgeschichtet und ausgeglichen werden. Wenn Sie dabei Unterstützung benötigen, dann tragen Sie sich einfach unter www.claus-roppel.de/termin oder im unteren Formular zu einem kostenfreien Erstgespräch ein. Denn wir helfen mit unserer Wohlstands-Akademie seit Jahren Privatanlegern, Unternehmern und Selbstständigen dabei, nachhaltig Vermögen aufzubauen und zu schützen.

Wie wird man Millionär? Die Anlagestrategie zur finanziellen Freiheit

Über 7 Millionen Menschen haben im vergangenen Jahr regelmäßig Lotto gespielt – immer mit der Hoffnung den großen Millionen-Jackpot zu knacken. Viele malen sich dabei aus, finanziell sorglos leben zu können, wenn sie eine Million Euro oder mehr gewinnen und besitzen würden. Was viele nicht wissen, ist die Tatsache, dass der Weg übers Sparen und Investieren bei diesem Zielvorhaben deutlich leichter ist – zwar erfordert das Ganze eine sehr langfristige Perspektive sowie Disziplin, dennoch ist dieser Weg meiner Meinung nach alternativlos. Warum ich das so sehe und welche Anlagestrategie dafür am besten geeignet ist, darum geht es in den nachfolgenden Zeilen dieses Artikels.

Anzahl der Personen in Deutschland, die Lotto oder Toto spielen, nach Häufigkeit von 2016 bis 2020 (Quelle: statista.com)

Wer angesichts unseres Rentensystems und der damit verbundenen Rentenpolitik auf eine üppige gesetzliche Rente hofft, der wird in den kommenden Jahren in den allermeisten Fällen eines Besseren belehrt. Zum 01. Juli des Jahres 2020 lag die monatliche Standardrente der gesetzlichen Rentenversicherung übrigens bei gerade einmal 1.540 Euro – wohlbemerkt brutto. Was das nach Abzug von Miete und Mitteln des täglichen Gebrauchs heißt, muss ich an dieser Stelle wohl nicht weiter vertiefen.

Daher appelliere ich seit Jahren, dass man zum Renteneintrittsalter aus allen Bestandteilen des Vermögensaufbaus mindestens ein 6- besser sogar ein 7-stelliges Vermögen zur Verfügung haben sollte, um auch im Anschluss viele weitere finanziell sorgenfreiere Jahre leben zu dürfen. Denn ein Vermögen von einer Million Euro wirft nach vorsichtigen Annahmen jährlich nach Kosten und Steuern drei Prozent ab, wenn das Kapital erhalten bleiben soll. Das wären 30.000 Euro im Jahr oder umgerechnet 2.500 Euro pro Monat. Damit lässt sich durchaus leben, ohne sich von gesetzlichen Institutionen abhängig zu machen.

Wer jedoch schon früher in Deutschland ein siebenstelliges Vermögen sein Eigen nennen darf, hat in der Regel eine Firma gegründet oder beteiligt sich zumindest daran. Die Schweizer Credit Suisse zählte 2020 in einem internationalen Vergleich rund zwei Millionen Dollar-Millionäre in Deutschland. Und insgesamt 5,5 Billionen Dollar besaßen deutsche Millionäre umgerechnet Mitte des vergangenen Jahres, die überwiegend in Firmenanteilen, Immobilien oder Wertpapieren steckten.

Doch auch als Privatanleger kann man mit Ruhe, Geduld und jahrzehntelanger Investitionen ein stattliches Vermögen aufbauen, von dem man im Ruhestand zehren kann. Meiner Erfahrung nach mangelt es aber vielen an Zeit und Geduld, da oftmals falsche Erwartungen kursieren, was die Rendite einer Geldanlage angeht. Und wer das Ziel hat, vermögend zu werden, sollte schlicht und einfach früh genug anfangen und sein Geld mit einer hohen Aktienquote für sich arbeiten lassen.

Wem aber angesichts der letzten Monate der Dow Jones oder der DAX zu heikel ist, könnte erst einmal Schritt für Schritt an der Börse einsteigen – vor allem Aktien aus Schwellenländern, aber auch aus Europa sind im historischen Vergleich zurzeit sogar eher günstiger bewertet. Kurzfristig muss man aber bei der Aktienanlage durchaus mit heftigen Kursschwankungen rechnen; doch über einen Zeitraum von 15 Jahren und mehr ist die Wahrscheinlichkeit für Verluste aus den bisherigen Erfahrungen gleich Null.

Wenn Sie aber möglicherweise keine 40 oder 50 Jahre Ansparzeit mehr vor sich haben, müssten Sie zur Nutzung des Zinseszinseffektes schon eine hohe monatliche oder einmalige Investitionsbereitschaft zeigen. Wer bei diesem Vorhaben lieber mit Aktien direkt auf einzelne Unternehmen setzen möchte, sollte ausreichend viele Firmen mit langfristig erfolgsversprechenden Geschäftsmodellen auswählen.

Für ein solches Vorgehen gilt es aber immer nur das zu kaufen, was man auch versteht. Wenn also etwas zu schwierig zu verstehen ist, wenden wir uns zumindest etwas anderem zu. Auch Warren Buffett investiert mit seiner Beteiligungsfirma seit mehr als einem halben Jahrhundert nur in Firmen, deren Produkte und Geschäftsmodelle er auch möglichst gut versteht. Begonnen hat er übrigens mit dem Kauf und Weiterverkauf eines Sixpacks Coca-Cola-Flaschen, und heute ist er der größte Einzelaktionär dieses US-Konzerns.

Neben Investments an den weltweiten Kapitalmärkten haben viele heutige Millionäre, wie bereits eingangs erwähnt, ihr Vermögen in Immobilien stecken. Der Reiz mit einer geringen Eigenkapitalquote und einer Finanzierung mittels mickriger Zinsen den sogenannten Hebeleffekt zu nutzen, ist bis heute ein beliebtes Vorgehen. Doch für viele sind die renditestarken Anlageobjekte in mittleren und großen Städten kaum noch zu finden, geschweige zu bezahlen.

Daher ist gerade zum Einstieg der Aktienmarkt eine hervorragende Möglichkeit, sein Geld breit gestreut anzulegen. Vermögensverwalter rechnen hier in Zukunft immerhin mit rund 5 bis 6 Prozent Rendite. Wenn Sie bei der Umsetzung Unterstützung benötigen, dann tragen Sie sich einfach unter www.claus-roppel.de/termin oder im unteren Formular zu einem kostenfreien Erstgespräch ein. Denn wir helfen mit unserer ​Wohlstands-Akademie seit Jahren Privatanlegern, Unternehmern und Selbstständigen dabei, nachhaltig Vermögen aufzubauen und zu schützen.