Immobilie mieten oder kaufen? (durchgerechnet)

Wer im Beruf angekommen ist, zwei oder drei Karriereschritte hinter sich hat und gerne eine Familie gründen möchte oder damit schon begonnen hat, steht oftmals vor der Frage: Mieter bleiben oder eine Immobilie kaufen? Aus finanzieller Sicht ist es wohl für die Mehrheit der Deutschen die wichtigste Entscheidung des Lebens. Damit Sie sich richtig entscheiden können und nicht später irgendwas bereuen, erklären wir Ihnen in diesem Blogartikel, wie Sie für sich überprüfen können, ob Sie lieber mieten oder kaufen sollten.

Für Familien ist das oft ein klarer Fall – ist der Nachwuchs da, muss ein Eigenheim her! Doch hohe Preise, fehlende Baustoffe und teure Kredite lassen den Traum von den eignen vier Wänden in vielen Fällen in weite Ferne rücken. Doch bevor Sie überhaupt anfangen zu rechnen, ob Sie sich ein Haus oder eine eigene Wohnung leisten können, ist zunächst eine andere Abwägung wichtig: Passen Ihre persönlichen Lebensumstände und der Besitz von Eigentum gerade zusammen? Und: Kann ich mir eine Immobilie angesichts der Preise leisten?

Häuserpreisindex: Veränderung zum entsprechenden Vorjahresquartal

Häuserpreisindex - Veränderung zum entsprechenden Vorjahresquartal - Immobilienblase - Immobilien - Claus Roppel

Eine vernünftige Vergleichsrechnung bei der Bank zu bekommen, ob man lieber kaufen oder mieten soll, ist natürlich eine Illusion. Also müssen wir wie immer selbst ran. Um einen vollständigen Überblick anstellen zu können, muss man erst einmal die gesamten Kosten für einen Hauskauf betrachten und die laufenden Kosten hinzuaddieren. Nehmen wir an, Sie finden ein Häuschen (100 Quadratmeter), das für 450.000 Euro zum Verkauf angeboten wird.

Auch wenn der Kaufpreis für Sie jetzt im ersten Moment machbar klingt, reicht das leider noch nicht aus. Denn am Ende werden Sie um einiges mehr zahlen müssen, um sich Ihren Traum wirklich erfüllen zu können. Hinzu kommen nämlich noch die Nebenkosten. Sie betragen in der Regel mindestens 10 Prozent der eigentlichen Kaufsumme, also in unserem Beispiel 45.000 Euro. Diese sollten auf jeden Fall mit entsprechendem Eigenkapital abgedeckt sein. Man spricht dann auch von einer 100-Prozent-Finanzierung, weil der volle Kaufpreis der Immobilie ohne Nebenkosten durch ein Bankdarlehen finanziert wird. Wir empfehlen jedoch immer mindestens 20 oder sogar 30 Prozent finanzielle Eigenmittel einzubringen.

Die Planung der Finanzierung kann jedoch aufgrund der aktuellen Entwicklungen und der damit verbundenen Straffung der Geldpolitik ganz gehörig ins Wanken geraten. Denn die Bauzinsen orientieren sich an der Renditeentwicklung der zehnjährigen Bundesanleihe, mit der sich Finanzminister Christian Lindner Geld borgt. Und die ziehen in Zeiten hoher Inflationsraten an. Kein Investor ist daher schließlich bereit, bei einer Teuerungsrate von mehr als sieben Prozent in der Spitze sein Geld für weniger als ein Prozent Zinsen zu verleihen. Der Staat müsse also mehr bieten. Die Renditen der Bundesanleihen steigen also – und mit ihnen die Bauzinsen.

Bestzins 10-jähriger Immobiliendarlehen und Rendite 10-jähriger Bundesanleihen

Zinsentwicklung Baufinanzierung 2022 - Immobilien - Claus Roppel

Dadurch sind die Kosten für ein Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung auf mehr als das Doppelte gestiegen. Der mittlere Zinssatz sprang von 0,9 auf 2,35 Prozent. Und ein Ende ist unserer Meinung nach nicht in Sicht. Zinssätze von vier Prozent sind in diesem Jahr keine Schwarzmalerei, sondern sehr realistisch. Doch die hohe Inflation ist nur ein Teil der Ursache. Die Banken schlagen natürlich auch noch Verwaltungs-, Risiko- und Bearbeitungsgebühren sowie ihre Marge obendrauf.

Daher sollte an dieser Stelle das Budget noch nicht ausgeschöpft sein. Denn wer ein gebrauchtes Haus kauft, sollte auch noch Geld für mögliche Sanierungen übrighaben. Das wird in der Praxis oft teurer, als mancher einkalkuliert hat. Beim Mieter hingegen steht nur die Miete auf der Ausgabenseite. Jedoch ist genau jene oftmals ein weiterer Hauptgrund dafür, warum man Eigentum erwerben möchte. Die Miete – so die Annahme – könne man doch viel lieber in die eigene Immobilie stecken. Doch diese Rechnung greift unseres Dafürhaltens zu kurz.

Viele Mieter machen nämlich einen entscheidenden Denkfehler: Bei der Finanzierung ist die bisherige Miete bekanntlich ein wichtiger Bestandteil; hier wird dann die Warmmiete als Vergleichsindikator angelegt. Dabei darf es eigentlich nur die Kaltmiete sein. Denn Betriebskosten fallen schließlich auch beim späteren Häuschen an. Und diese sind dann möglicherweise höher als bislang. Wenn man nämlich bisher auf 80 Quadratmetern gewohnt hat und künftig auf 100 Quadratmetern, dann steigen auch die Nebenkosten. Hier sollte man mit zwei bis drei Euro monatlich pro Quadratmeter Wohnfläche zusätzlich kalkulieren.

Schauen wir uns aber mal die Ertragsseiten beider Parteien an. Das geht beim Mieter erstmal leichter: Während ein Käufer Teile seines Einkommens in die Tilgung und die Zinszahlungen des Kredites stecken muss, kann ein Mieter diesen Teil am Kapitalmarkt anlegen und somit langfristig Vermögen aufbauen. Hier sind mit Blick auf die historischen Daten locker 4 Prozent nach Steuern und Inflation drin.

Historische Rendite in Prozent pro Jahr an der Börse

Historische Entwicklung an der Börse - Rendite - Claus Roppel

Im folgenden Beispiel vergleichen wir den Kauf und die Miete von zwei Häusern in unmittelbarer Stadtnähe von Berlin. Hier haben wir bereits zu Beginn des Artikels den Kaufpreis inklusive Nebenkosten in Höhe von 495.000 Euro (450.000 + 45.000) festgehalten. Dazu nehmen wir an, dass unser Beispiel-Käufer ordentlich Eigenkapital auf der Seite hat – nämlich 20 Prozent (99.000 Euro). Diese Annahme treffen wir eher zugunsten des Kaufszenarios, denn in den letzten Jahren wurde auch gerne mal mehr fremdfinanziert. Es müssten also 396.000 Euro finanziert werden.

Weiterhin nehmen wir einen aktuellen Zins von 2,3 Prozent mit 20-jähriger Zinsbindung an. Soll nun der Kredit in den nächsten 25 Jahren abbezahlt sein, liegt die monatliche Rückzahlungsrate bei rund 1900 Euro – wohlbemerkt ohne zusätzliche Ausgaben für anstehende Instandhaltungen der Immobilie. Diese werden, wie bereits eingangs erwähnt, von den meisten Käufern leider stark unterschätzt.

Der Mieter zahlt für ein vergleichbares Objekt in dieser Größenordnung pro Quadratmeter 15 Euro. Bei 100 Quadratmetern macht das eine monatliche Warmmiete von 1500 Euro aus. Somit hat der Mieter im Vergleich zum Käufer vereinfacht gesagt 400 Euro pro Monat mehr zur Verfügung, die er nicht für Wohnkosten ausgeben muss. Legt er das übrige Geld nun monatlich nebst dem Anfangsvermögen von 45.000 Euro an, so hat er nach Steuern und Inflation ein Vermögen von etwas mehr als 324.000 Euro am Ende der 25 Jahre. So könnte sich der Mieter auf Lebzeiten monatlich eine zusätzliche Rente von rund 1057 Euro netto für die nächsten 20 Jahre auszahlen – ohne dabei sein Vermögen anzukratzen.

Freiheit oder Verantwortung: Sie entscheiden!

Am Ende des Tages ist das Ganze natürlich aber vor allem eine persönliche Entscheidung. Machen Sie sich aber bitte bewusst, dass Sie mit einer Immobilie, die Sie selbst bewohnen und Monat für Monat abbezahlen, auf einem ganz schönen Klumpenrisiko sitzen. Denn während man zum Beispiel mit einem breiten, weltweit gestreuten Wertpapier-Portfolio sehr gut diversifiziert ist, ist man mit einem Haus vor allem immobil.

Natürlich kann der Wert eines Hauses auch langfristig steigen – das hängt aber in erster Linie von der geografischen Lage des Objekts ab. Langfristig gesehen sind hingegen die Wertsteigerungen eindeutig auf Seiten des Aktienmarktes. So gab es bislang keine Phase in der Geschichte des globalen Aktienindex MSCI World, in der nach 15 Jahren keine positive Rendite vorlag. Hierzu könnte für Sie auch der folgende Blogartikel interessant sein: www.claus-roppel.de/boerse/boerse-verstehen.

Wenn die eigenen vier Wände aber nach wie vor Ihr großer Wunsch sind und Sie genügend Eigenkapital haben, dann ist das vor allem eine Herzensentscheidung. Rational betrachtet lässt sich ein Haus im Alter aber eher schlecht „entsparen“, also verbrauchen, um die monatliche Einkommenslücke zu schließen. Ungünstig wird es insbesondere dann, wenn man zum Beispiel pflegebedürftig wird und eigentlich Cash anstelle einer großen Immobilie bräuchte. Dann ist man mit einem Eigenheim ziemlich unflexibel. Es ist generell schwierig, aus Ihrer jetzigen Lebenssituation heraus vorherzusagen, was Ihnen in weiter Zukunft gefallen und Sie glücklich machen wird. Studien zufolge können wir nicht verlässlich beurteilen, was uns demnächst zufrieden stellt.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Artikel bei der oben genannten Fragestellung eine gewisse Hilfestellung leisten konnten. Wenn Sie darüber hinaus noch weitere Fragen haben oder sogar Unterstützung bei der beschriebenen Thematik benötigen, dann tragen Sie sich einfach unter www.claus-roppel.de/termin zu einem kostenfreien Erstgespräch ein. Denn wir helfen seit vielen Jahren Privatanlegern dabei, Vermögen aufzubauen und zu schützen.

Börse verstehen: Darum haben viele Anleger keinen Erfolg

Trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase sind Anlageformen wie Girokonto, Sparbuch oder Tagesgeldkonto bei den Deutschen nach wie vor am weitesten verbreitet. Investments an der Börse hingegen werden in der deutschen Bevölkerung eher als Spekulationsobjekt denn als gute Geldanlage angesehen. Kein Wunder, dass die Deutschen im internationalen Vergleich eher Aktienmuffel gelten.

Häufig wird das Ganze aber auch mit einer Art „Zockerei“ gleichgestellt – doch der langfristige Vermögensaufbau mit der Börse ist keinesfalls mit einem Casinobesuch zu vergleichen. Jedoch sei an dieser Stelle vielleicht noch vorweggesagt, dass es in den kommenden Jahren deutlich schwieriger werden dürfte, Renditen oberhalb der Inflationsrate zu generieren, als es noch in den vergangenen Jahren der Fall war.

Gerade zu Beginn der Corona-Krise als auch zum Start der russischen Invasion ist wieder einmal klar geworden, wie stark wir uns von unseren Emotionen leiten lassen. Es ist wie André Kostolany einst sagte: Die meisten Entscheidungen an der Börse basieren auf emotionalen Reaktionen. Neuroökonomien haben längst bewiesen, dass es den Homo oeconomicus nur in der Theorie gibt. Auch wenn wir uns gerade als Menschen sehen, die rational Kosten und Nutzen einer Entscheidung abwägen, sind wir in Wahrheit von Gefühlen gesteuerte Lebewesen.

An der Börse ist (fast) alles Psychologie

Lassen Sie uns daher von folgender Ausgangslage ausgehen, die in turbulenten Zeiten wahrscheinlicher denn je ist, und zwar die Vorstellung, dass ein gravierendes Ereignis auf die Börsen trifft. Denn dann kann man sehr gut beobachten, wie viele Anleger von der anfänglichen Euphorie mit steigenden Kursen zum mulmigen Gefühl schwenken. Worauf nämlich gerade unerfahrene Anleger in einem solchen Fall nicht gefasst sind, sind die Gefühle. Sie sehen anhand der nachfolgenden Grafik sehr gut, warum 90 Prozent der Börsenentscheidungen reine Psychologie sind.

Die Psychologie an der Börse

Sie müssen sich daher zwingend damit arrangieren, dass Sie keinesfalls vorhersehen können, wo die Märkte morgen stehen werden. Was wir hingegen an historischen Daten erkennen können, ist ein anderes spannendes Muster. Denn langfristig steigen die Märkte um einen gewissen Mittelwert, sodass temporäre Marktkorrekturen bis dato von langanhaltenden Phasen des Aufschwungs kompensiert wurden. Das entsprechende Timing ist also keine Strategie, die ein Anleger, dessen Anlagezeitraum noch mindestens 10 Jahre beträgt, interessieren sollte. Der Anlagezeitraum ist also nach wie vor wichtiger als der Anlagezeitpunkt.

Warum ETFS 2022 kein Sicherheits-Garant mehr für hohe Renditen sein dürften

Doch ebenso wichtig wie ein möglichst langer Anlagehorizont ist zukünftig die Auswahl der Titel, sprich Fonds beziehungsweise Aktien. Denn die Gefahr eines langsameren Wirtschaftswachstums und einer sich beschleunigenden Inflation (Stagflation) kann auf Dauer erhebliche Verluste im eigenen Depot zu Buche führen. Warum man sich in anbahnenden Krisen oder geopolitischen Eskalationen aber keinesfalls nur auf die Nachbildung eines Indexes durch einen ETF (Exchange Traded Fund) verlassen sollte, möchte ich Ihnen am Beispiel des japanischen Leitzindex Nikkei 225 (im Folgenden auch Nikkei genannt) veranschaulichen.

Im Jahr 1990 platzte in Japan eine der größten Spekulationsblasen der Geschichte, infolge der Nikkei innerhalb von fünf Jahren um mehr als 60 Prozent abstürzte. Bis heute hat sich der Index übigens nicht auf das damalige Vorkrisenniveau erholen konnte. Die japanische Wirtschaft litt für mehrere Jahre unter den extremen Auswirkungen dieser Krise. Der japanische Volksmund bezeichnet diese folgenschwere Krise bis heute als die Verlorenen Dekaden. Und dass obwohl der Nikkei einer der wichtigsten Aktienindizes der Welt ist, der die Entwicklung von 225 an der Tokioter Börse gehandelten Unternehmen abbildet. Unter diesen Unternehmen befinden sich beispielsweise Unternehmen wie Toyota, Nissan oder Canon.

Übrigens ist der Nikkei ein preisgewichteter Index, das heißt er wird ohne Dividenden und andere Sonderzahlungen berechnet. Was ich Ihnen mit diesen Informationen verdeutlichen möchte, ist die Tatsache, dass wenn Sie diesen Index mittels eines ETFs in Form einer Einmalzahlung im Jahr 1988 abgebildet hätten, das Ganze ein sehr großes Verlustgeschäft gewesen wäre. Das unterstreicht wiederrum, dass neben dem Anlagezeitraum vor allem aber auch die Auswahl der Titel von elementarer Bedeutung sind.

MSCI World Index: Allheilmittel oder Gefahr für Anleger? (in Stagflation)

Schauen wir uns in diesem Zusammenhang auch gerne einmal den MSCI World Index an. Dieser stellt ja gerade für viele junge Sparer und Anleger eine Art Allheilmittel dar, um dauerhaft ordentliche Renditen zu erwirtschaften. Wohlbemerkt betrachten wir diesen Index immer unter der Voraussetzung einer Stagflation.

Sie sehen hier nachfolgend eingeblendet die 10 größten Unternehmen im MSCI World. Dieser globale Aktienindex bildet im Übrigen die Kursentwicklung von rund 1600 Aktien aus 23 Industrieländern ab; jedoch ist die Indexgewichtung mit fast 70 Prozent amerikanischer Unternehmen relativ eindeutig. Natürlich spricht die Historie eine positive Sprache, dennoch ist diese ja nur ein Blick in den Rückspiegel. Dass das keine 100%ige Garantie für finanziellen Erfolg ist, ist spätestens seit dem Beispiel des japanischen Nikkei-Index deutlich geworden.

Bei den fünf größten Unternehmen handelt es sich im Übrigen allesamt um die weltweit führenden Technologiekonzerne. Doch gerade diese sind angesichts der geopolitischen Situation im Sinkflug. Anleger sind es schon gar nicht mehr gewohnt, dass Tech-Aktien fallen. Wenn doch, dann bricht bei manchem die Panik aus. Denn trotz einiger guter Quartalszahlen und sprudelnder Gewinne bei den Tech-Giganten sind einige Aktientitel um über 70 Prozent gefallen. Das liegt vor allem an der wirtschaftlichen Ausgangslage (Stagflation) und dem damit verbundenen Rezessions-Szenario. Denn hierbei dürften diese Werte wohl weiterhin zu den Underperformern zählen.

Ob es dann wirklich zu Stagflation, vielleicht zu einer Rezession kommt, wird sich zeigen. Wer an diese Szenarien glaubt, kann sein Portfolio aber entsprechend anpassen, absichern oder umschichten. Denn nicht jedes Unternehmen oder jeder Index wird ähnlich wie nach dem Corona-Schock Anfang 2020 in Windeseile wieder zu neuen Höchstständen klettern, sondern womöglich für längere Zeit oder sogar auf Dauer auf einem niedrigeren Niveau verharren. Dann gilt es aber auch entsprechend in Handlung zu kommen.

Doch welche Branchen sollten Investoren in einer Stagflation eigentlich bevorzugen? Wir würden in diesem Fall eine defensive Positionierung mit Schwerpunkt in nichtzyklischen Branchen favorisieren. Darunter fallen beispielsweise Konsumtitel, also Güter des täglichen Gebrauchs, ebenso Healthcare, Versorger und Energie. Sollte es jedoch zu einem Kriegsende kommen, könnte sich das Blatt sehr schnell wieder wenden.

Wenn Sie bei dabei unsere Expertise in Anspruch nehmen möchten, dann tragen Sie sich einfach unter www.claus-roppel.de/termin zu einem kostenfreien Erstgespräch ein. Denn wir helfen mit unserer Wohlstands-Akademie seit vielen Jahren Privatanlegern dabei, Vermögen aufzubauen und zu schützen. Der kluge Umgang mit Geld ist in Zeiten wie diesen nämlich wichtiger denn je.

Claus Roppel: „DARUM sollte jeder Anleger 2021 nicht auf einen FINANZCOACH verzichten“

Fühlen Sie sich mit Ihren finanziellen Entscheidungen in diesen wirtschaftlichen und finanzpolitischen Zeiten unsicher? Fällt es Ihnen generell schwer Entscheidungen zu treffen und insgeheim zweifeln Sie an Ihren bisherigen Entscheidungen? Schlafen Sie womöglich schlecht, weil ein großer Kredit auf Ihnen lastet oder weil Sie Angst vor Vermögenverlusten haben? Falls einer der Punkte bei Ihnen zutrifft, dann sollten Sie die nachfolgenden Zeilen dieses Artikels aufmerksam lesen.

Des Öfteren bekommen mein Team und ich die Frage gestellt, wozu man heutzutage überhaupt noch einen klassischen Finanzfachmann braucht, da mehr und mehr Menschen ihre Geld- und Börsengeschäfte selbst in die Hand nehmen. Die einfache Antwort darauf lautet: Es braucht sie sehr wohl, wenngleich in anderer Funktion als in früheren Jahren. Denn es gibt zwei psychologische Aspekte, die für jede Finanzentscheidungen elementar wichtig sind: Die Einstellung zum Geld und zum Risiko.

Da sich nämlich gezeigt hat, dass sich sowohl Neueinsteiger als auch erfahrene Anleger bei Geldgeschäften häufig von ihren Emotionen leiten lassen, erleben diese Menschen auch heute noch bittere Enttäuschungen und Verluste rund ums Investieren. Zwar gehören Emotionen beispielsweise auch an der Börse dazu, aber nur im richtigen Maß. Gerade in turbulenten Marktphasen oder bei gravierenden Kurseinbrüchen zeigt sich immer wieder, dass Anleger dazu neigen, wie scheue Pferde in Panik zu verfallen, um dann ohne Rücksicht auf Verluste aus dem Markt zu galoppieren.

MSCI World

Quelle: www.finanzen.net/index/msci-world

Zuletzt war eine solche Panik zu Beginn der Corona-Krise Anfang 2020 zu beobachten. Doch nicht nur Angst, sondern auch Gier ist ein denkbar schlechter Ratgeber. Denn das Streben nach der maximalen Rendite macht ebenfalls blind für Situationen, in denen der Zug bereits abgefahren ist. Genau deshalb ist unsere Einstellung zu Geld und Risiko das Fundament jeder Finanzentscheidung.

Unsere Aufgabe als Finanzcoach ist es daher die emotionalen Falltüren, in die Anleger immer wieder reinfallen, aufzuzeigen und dem Anleger zu helfen, sich nicht von seinen Gefühlen leiten zu lassen, sondern seine langfristigen Anlageziele im Auge zu behalten. Eine der wichtigsten Lektionen dabei ist die Tatsache, dass sich gutes Investieren nicht unbedingt durch hohe Erträge auszeichnet, denn Spitzenrenditen treten tendenziell nur sporadisch auf und lassen sich nicht häufig wiederholen.

Gutes Investieren bedeutet unserer Philosophie nach, ziemlich gute Renditen zu erwirtschaften, und zwar konsistent und über möglichst lange Zeiträume. Dann kommt nämlich das sogenannte exponentielle Wachstum so richtig in Schwung. Das Gegenteil davon – gewaltige Renditen, die sich aber nicht wiederholen lassen – führt mitunter direkt in die finanzielle Katastrophe.

Das Paradebeispiel für das exponentielle Wachstum ist wohl Warren Buffett. 81,5 Milliarden seiner 84,5 Milliarden Nettovermögen erzielte er erst nach seinem 65. Geburtstag. Viele schreiben diesen phänomenalen Erfolg aber allein seiner Spürnase zu; doch in Wirklichkeit besteht der Schlüssel zu seinem Erfolg darin, dass er ein Dreivierteljahrhundert lang investiert geblieben ist.

Zinseszinseffekt

Quelle: www.boerse.de/nachrichten/Unterschaetzen-Sie-den-Zinseszinseffekt-nicht/8675651

Hätte er nämlich erst in seinen Dreißigern zu investieren begonnen und mit Mitte 60 aufgehört, hätte kaum einer je von ihm gehört. Praktisch der gesamte finanzielle Erfolg Buffetts lässt sich auf den Grundstock, den er in seiner frühen Jugend gelegt hat, und sein Durchhaltevermögen bis ins hohe Alter zurückführen. Seine Kompetenz liegt im Investieren, aber sein Geheimnis lautet Zeit. Und Zeit ist eine absolute Geheimwaffe beim privaten Vermögensaufbau und Vermögensschutz, den wir als Finanzcoach unseren Klienten immer wieder vermitteln.

Denn historisch gesehen liegt die Wahrscheinlichkeit, an den amerikanischen Börsen Geld zu verdienen, für die Anlagedauer von einem Tag bei 50 Prozent, von einem Jahr bei 68 Prozent, von zehn Jahren bei 88 Prozent und von 20 Jahren (bisher) bei 100 Prozent. Alles, was den Anleger also bei der Stange hält, bietet einen quantifizierbaren Vorteil. Trotz dieser fundamental nachweisbaren Daten ist in unserer Gesellschaft nach wie vor das Thema Angst omnipräsent.

Und da Sie bereits wissen, dass das Unwohlsein bei Finanzentscheidungen immer mit der inneren Einstellung zu Geld und dem persönlichen Risikoempfinden zu tun hat, sind diese Bausteine grundlegende Bestandteile unseres Finanzcoachings. Sind im Anschluss daran die Blockaden bei eben jenen Entscheidungen gelöst, können im zweiten Schritt Lösungsansätze identifiziert werden. Wie diese in Ihrem konkreten Fall aussehen können, lässt sich nur im persönlichen Gespräch herausfinden.

Tragen Sie sich dafür einfach unter www.claus-roppel.de/termin oder im unteren Formular für ein kostenfreies Erstgespräch mit uns ein. Denn wir helfen mit unserer Wohlstands-Akademie seit Jahren Privatanlegern, Unternehmern und Selbstständigen dabei, nachhaltig Vermögen aufzubauen und zu schützen.

Great Reset? Corona-Folgen? Immobilien kaufen? Dr. Daniel Stelter im Fragenhagel #1

Vor einigen Wochen haben wir eine 5-teilige Videoreihe mit dem Top-Ökonom Dr. Daniel Stelter auf unserem YouTube-Kanal veröffentlicht, im Zuge dessen uns zahlreiche Fragen erreicht haben, die wir Herrn Dr. Stelter in einem persönlichen Gespräch entsprechend gestellt haben und seine Antworten können Sie nun in unserer dreiteiligen Blog-Serie nachlesen.

Claus Roppel: Einige Zuschauer sehen den sogenannten „Great Reset“ auf uns zukommen. Unter dem „Great Reset“ verstehen viele Menschen übrigens eine bewusst herbeigeführte Initiative der Politik und Weltwirtschaft, die eine Neugestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft anstrebt. Demnach wird durch die Instrumentalisierung der Pandemie eine Neugestaltung unseres Wohlstandes und der Weltwirtschaft vorgesehen. Sehen Sie ebenfalls den „Great Reset“ oder sind das Ihrer Meinung nach nur Gerüchte?

Dr. Daniel Stelter: Ich persönlich bin kein Freund oder Anhänger von Verschwörungstheorien. Ich bin da ein bisschen skeptisch. Ich glaube in die Diskussion, in die wir da laufen, sind wir wirklich gefangen und kommen auf keinen grünen Zweig. Aber so einen „Great Reset“ im Sinne einer Revolution von oben, so wie es faktisch deren Credo ist, davon bin ich nicht überzeugt. Ich bin immer skeptisch, wenn solche Dinge in den Raum gestellt werden.

Wir sollten die Sachlage rationaler betrachten, als es die meisten Menschen tun. Derartige Themen wie der "Great Reset", also das bewusste Niederwälzen der Weltwirtschaft, bewirkt viel eher eine Verhinderung von offenem Wandel. Vieles davon ist auch Propaganda, damit die entsprechenden Profiteure eben dieser Propaganda den bevorstehenden Wandel so gestalten können, dass er ihnen am meisten nutzt. An so was wie den "Great Reset" im klassischen Sinne wie er meist ausgelegt wird, glaube ich prinzipiell einfach nicht.

Ich glaube aber, dass es Veränderungen geben wird. Allein schon wegen Corona. Dabei handelt es sich jedoch um bereits vorhandene Trends, die lediglich eine Beschleunigung durch die Pandemie erfahren. Denken wir an das Thema Digitalisierung. Oder denken wir an das Thema mit den Verteilungsdiskussionen und viele andere Baustellen. Das lag alles schon in der Luft, und das wird jetzt nur nochmal durch die Corona-Krise verstärkt. Und teilweise bietet die Corona-Krise auch die perfekte Ausrede, um Dinge in die Umsetzung überzuleiten, die andernfalls auch so später gekommen wären.

Claus Roppel: Stichwort Digitalisierung: Wie denken Sie über die Digitalisierung und den Verlust von mindestens 50 Prozent der Arbeitsplätze weltweit? Ist das eine Aussage, die man so gelten lassen kann? Und dass die Demografie zu einem autoritären Verteilungssystem geführt wird - Enteignung, Verstaatlichung usw.?

Dr. Daniel Stelter: Die einen sagen, die Digitalisierung wird zu einem massiven Verlust der Arbeitsplätze führen. Die anderen sagen, die Menschheitsgeschichte lässt uns erkennen, dass dem nicht so sein wird. Schaut man in die Historie, so hat man damals gesagt, als die Nähmaschine kam, es gibt in Zukunft Massenarbeitslosigkeit wegen der Nähmaschine. Aber sie kam nicht. Dann hat man gesagt, wenn andere technologische Fortschritte kommen, gibt es Massenarbeitslosigkeit. Auch diese gab es jedoch nicht. Die Arbeitswelt befindet sich einfach in einem stetigen Wandel.

Ich glaube, mit Blick auf die demografische Entwicklung, in Deutschland muss es keine schlechte Nachricht für uns sein, wenn wir mehr Roboter und Automatisierung bekommen. Wir können diese Entwicklung auch vor dem Hintergrund betrachten, dass jemand, der in Rente geht, durch Maschinen ersetzt wird, um eine Lücke zu füllen. Und die neuen Generationen bekommen durch die fortschreitende Entwicklung neue Arbeitsmöglichkeiten geliefert. Ich finde wir sollten es als Chance betrachten, wie es auch die Japaner tun. Wir sollten nicht so pessimistisch sein.

Natürlich bedeutet es einen Wandel im Bereich der Ausbildungen und Tätigkeiten. Es ist eine Anforderung, dass die Menschen mehr in ihre Qualifikationen investieren. Aber es gibt auch Studien von McKinsey, die besagen, dass es gerade in der Zusammenarbeit Mensch-Maschine ein enormes Wachstum geben wird. Also entweder man glaubt an das Positive hinter dem Wandel der Zeit, oder man sieht alles negativ, verpasst durch diese Haltung dann aber auch wertvolle Chancen.

Claus Roppel: Okay, schreiten wir zum nächsten Thema. Immobilien kaufen? Würden Sie noch in Immobilien investieren?

Dr. Daniel Stelter: Gut, zum einen haben wir es mit einer Politik zu tun, die in den letzten Jahren die Zuwanderung sehr stark gefördert hat. Die Zuwanderung führt natürlich auch zu einer höheren Nachfrage nach Wohnraum, und führt damit auch entsprechend zu Knappheitserscheinungen. Vor allem wenn unsere Politik in Berlin zugleich den Zuwachs an Wohnraum massiv behindert. Da gibt es eine logische Konsequenz: Höhere Nachfrage und nicht wachsendes Angebot. Darüber hinaus gab es auch so bereits eine Zuwanderung.

Einige Städte haben überproportional davon profitiert und der entsprechende Ausbau an Wohnraum wurde gleichzeitig jedoch verhindert. Ich spreche vor allem von Berlin, wo viele Flächen einfach nicht bebaut werden dürfen, obwohl man diese theoretisch bebauen könnte. Besonders Tempelhofer Feld, ein Bereich der überwiegend bebaubar wäre. Dort könnte man sehr viel Wohnraum schaffen. Und das wird natürlich von der Politik verdrängt. Die Politik sagt natürlich stattdessen, wir müssen jetzt anders agieren, und das ist schon mal schlecht. Denn sie sucht nach Ausreden, um die eigentlichen Probleme verdrängen zu können.

Das Zweite ist, dass wir ein politisches Versagen bezüglich des Vermögens in Deutschland sehen; Betriebsvermögen, Geldvermögen, Immobilienvermögen. Beim Betriebsvermögen möchte man immer zurückschrecken, weil man sagt, man möchte die Firmen nicht belasten. Beim Geldvermögen wird immer gesagt, wir haben ohnehin keine Zinsen. Vor allem die kleinen Leute sind es, die in Geldvermögen sparen. Also nehmen wir einfach Immobilien. Und da wird dann gerne beschlossen, die Grundsteuer zu erhöhen, oder irgendwelche anderen Abgaben für Immobilien zu schaffen. Und die Immobilie hat den großen Vorteil, nicht weglaufen zu können. Das ist ein Grund, so glaube ich zumindest, weshalb die Immobilienbesteuerung nach oben gehen wird.

Wir haben eine Bevölkerungssteigerung durch die Zuwanderung gehabt. Das wird sich in diesem Stil aber nicht fortsetzen lassen. Davon gehe ich zumindest aus. Es wird zumindest politisch nicht gewünscht sein. Das heißt, wir sprechen von einem Rückgang der Bevölkerung und wir haben dann mehr Rentner. Die Schrumpfung der Bevölkerung kommt in zwei Jahrzehnten. Und das wird dann den Wohnungsmarkt sowieso entspannen. Wir sehen es jetzt auch schon in einigen deutschen Regionen, wo die Bevölkerung schrumpft und wo Immobilien leer stehen. Und dort denkt man nach, ob man in Immobilen investieren sollte. Vor allem wenn in Deutschland dieses Preisniveau besteht.

Was die meisten vergessen ist aber das Klumpenrisiko. Wenn die Menschen ihre Vermögensposition anschauen, so haben die Meisten in der Regel ihr ganzes Einkommen in Deutschland. Die Rente ist in Deutschland, sie haben ihre Lebensversicherung in Deutschland, und dann haben die Leute auch noch selbst genutzte Immobilien in Deutschland. Werden dann zudem noch weitere Immobilien in Deutschland gekauft, besteht ein Klumpenrisiko. Ich würde doch eher dafür plädieren, dass man sein Geld darüber hinaus möglichst global investiert. Auf diese Weise wird es möglich sein, von der wirtschaftlichen Entwicklung in anderen Regionen der Welt zu profitieren.

Wenn Sie dabei Unterstützung benötigen, dann tragen Sie sich einfach unter www.claus-roppel.de/termin oder im unteren Formular zu einem kostenfreien Strategiegespräch ein. Denn wir helfen mit unserer Wohlstands-Akademie seit Jahren Privatanlegern, Unternehmern und Selbstständigen dabei, nachhaltig Vermögen aufzubauen und zu schützen.

Tipps zur Geldanlage in der Krise: Finanzielle Krisenbewältigung zu mehr Finanzerfolg

Dass das vergangene Jahr für uns alle nicht gerade einfach war, ist selbsterklärend. Und auch für Anleger war 2020 ein sehr turbulentes Börsenjahr, welches vorrangig natürlich von den Folgen der Corona-Pandemie geprägt wurde. Da die Unsicherheit rund um den eigenen Vermögensaufbau und Vermögensschutz angesichts der Entwicklungen rund um das Coronavirus aber weiterhin omnipräsent ist, werde ich in den nachfolgenden Zeilen einige wichtige Rückschlüsse aus meiner Erfahrung mit Ihnen teilen, um Mut zu machen und diese Krise auch als Jahrhundertchance zu verstehen.

Vorweg möchte ich jedoch unmissverständlich klarstellen, dass wohl bei keinem die anhaltenden Corona-Lockdowns so spurlos vorbeigehen. Die einen sehen sich gerade einer unerträglichen Einsamkeit ausgeliefert, während andere wiederrum im stressigen Homeschooling-Chaos versinken. Wichtig ist jedoch, sich klarzumachen: Die Situation hat irgendwann ein Ende, auch wenn es hier und da mit Sicherheit noch Verlängerungen der Maßnahmen geben wird.

Doch ich appelliere an jeden da draußen, in dieser Phase nicht nur die Entbehrungen zu sehen, sondern in erster Linie auch die Chancen. Möglicherweise bietet sich gerade jetzt diese Zeit an, sich mit der eigenen finanziellen Situation einmal intensiver auseinanderzusetzen. Im Fokus steht bei vielen dabei der Aktienmarkt. Notierte in Deutschland der DAX (Deutscher Aktienindex) Mitte Februar noch bei knapp 13.800 Punkten – ein historischer Höchststand –, verlor er durch die Folgen der Corona-Pandemie innerhalb eines Monats fast 40 Prozent an Wert und zählte am 23. März 2020 nur noch rund 8.700 Punkte.

Monatliche Entwicklung des DAX von Dezember 2019 bis Dezember 2020

Monatliche Entwicklung des DAX von Dezember 2019 bis Dezember 2020 (Quelle: statista.com)

Daraufhin wurden viele Anleger und Investoren nervös und haben ihre Papiere voreilig verkauft. Nicht wenige haben dadurch erhebliche Verluste realisiert, was im Zuge der finanziellen Krisenbewältigung der mit Abstand verkehrteste Weg war. Andere haben hingegen den Corona-Kursrutsch zu ihrem Vorteil genutzt und entsprechend nachgekauft. Laut einer repräsentativen Kantar-Umfrage im Auftrag der Postbank lösten vor allem Befragte, mit einem vergleichsweise niedrigeren Nettoeinkommen ihre Wertpapierdepots auf.

Dadurch sank die Zahl der Wertpapierbesitzer mit einem Einkommen von unter 2.500 Euro um knapp 4 Prozentpunkte, von 22 Prozent im Juli 2019 auf 18 Prozent im April 2020. Natürlich ist es möglich, dass viele Betroffene angesichts fehlender Einkünfte oder finanzieller Engpässe liquide Mittel bereitgestellt haben; dennoch plädiere ich immer dazu, Wertpapierdepots nicht vorschnell aufzulösen.

Denn wie bereits angesprochen kann ein Kurseinbruch sogar ein sehr günstiger Zeitpunkt zum Einstieg oder Aufstocken der Anteile sein. Diese langfristig ausgerichtete Strategie haben sich der Studie zufolge auch vor allem Deutsche mit einem höheren Einkommen angeschlossen. Unter den Befragten mit einem Haushaltseinkommen von über 2.500 Euro stieg der Anteil der Wertpapierbesitzer im Vergleich zu 2019 von 36 auf 41 Prozent; unter denen mit einem Einkommen von über 3.500 Euro sogar von 37 auf 45 Prozent.

Wer jedoch seine Aktien oder Fondsanteile in der jetzigen Krise hält oder aufstockt, darf definitiv nicht ungeduldig sein. Bei einer Wertpapieranlage kommt es vielmehr auf einen langen Atem an und sollte daher niemals kurzfristig ausgerichtet sein, um Kursschwankungen besser aussitzen zu können. Allerdings können, anders als im vergangenen Jahr, mitunter Jahre vergehen, bis sich die Kurse wieder zu neuen Allzeithochs entwickeln.

Nach dem Platzen der „Dotcom-Blase“ im Jahr 2000 dauerte es vier Jahre, bis der DAX das Niveau von vor der Krise erreicht hatte. Und auch nach den Kursverlusten durch die Finanzkrise 2007 erholte sich der DAX erst nach rund drei Jahren. Im Vorteil sind demnach Anleger, die ihr Vermögen in unterschiedlichen Anlageklassen möglichst breit und weltweit streuen.

Diversifikation - Finanzcoach Claus Roppel

Eine detaillierte Strukturierung des Vermögens und die Verteilung des Kapitals auf unterschiedliche Anlageklassen sichert Sie durch Risikostreuung vor einem finanziellen Totalverlust. Fahren Ihre Aktien oder Fonds nämlich Verluste ein, können diese möglicherweise durch Erträge aus fremdvermieteten Immobilien ausgeglichen werden.

Letztendlich berücksichtigt ein ausgeglichenes Portfolio dann Ihre Risikopräferenz und ermöglicht Ihnen dadurch auch die höchstmögliche Rendite zu erzielen. Und auch Ihre Einkommenssituation gilt es in die Überlegungen mit einzubinden. Je sicherer nämlich Ihre Einkünfte sind, desto länger können Sie auf Ihr Kapital mehr verzichten und somit vor allem auf eine langfristige Anlagestrategie setzen.

Schlussendlich darf man eine solche Geldanlage aber auch keinesfalls für einen Selbstläufer halten. Denn ein Portfolio sollte auch in Krisenzeiten regelmäßig umgeschichtet und ausgeglichen werden. Wenn Sie dabei Unterstützung benötigen, dann tragen Sie sich einfach unter www.claus-roppel.de/termin oder im unteren Formular zu einem kostenfreien Erstgespräch ein. Denn wir helfen mit unserer Wohlstands-Akademie seit Jahren Privatanlegern, Unternehmern und Selbstständigen dabei, nachhaltig Vermögen aufzubauen und zu schützen.

Wie wird man Millionär? Die Anlagestrategie zur finanziellen Freiheit

Über 7 Millionen Menschen haben im vergangenen Jahr regelmäßig Lotto gespielt – immer mit der Hoffnung den großen Millionen-Jackpot zu knacken. Viele malen sich dabei aus, finanziell sorglos leben zu können, wenn sie eine Million Euro oder mehr gewinnen und besitzen würden. Was viele nicht wissen, ist die Tatsache, dass der Weg übers Sparen und Investieren bei diesem Zielvorhaben deutlich leichter ist – zwar erfordert das Ganze eine sehr langfristige Perspektive sowie Disziplin, dennoch ist dieser Weg meiner Meinung nach alternativlos. Warum ich das so sehe und welche Anlagestrategie dafür am besten geeignet ist, darum geht es in den nachfolgenden Zeilen dieses Artikels.

Anzahl der Personen in Deutschland, die Lotto oder Toto spielen, nach Häufigkeit von 2016 bis 2020 (Quelle: statista.com)

Wer angesichts unseres Rentensystems und der damit verbundenen Rentenpolitik auf eine üppige gesetzliche Rente hofft, der wird in den kommenden Jahren in den allermeisten Fällen eines Besseren belehrt. Zum 01. Juli des Jahres 2020 lag die monatliche Standardrente der gesetzlichen Rentenversicherung übrigens bei gerade einmal 1.540 Euro – wohlbemerkt brutto. Was das nach Abzug von Miete und Mitteln des täglichen Gebrauchs heißt, muss ich an dieser Stelle wohl nicht weiter vertiefen.

Daher appelliere ich seit Jahren, dass man zum Renteneintrittsalter aus allen Bestandteilen des Vermögensaufbaus mindestens ein 6- besser sogar ein 7-stelliges Vermögen zur Verfügung haben sollte, um auch im Anschluss viele weitere finanziell sorgenfreiere Jahre leben zu dürfen. Denn ein Vermögen von einer Million Euro wirft nach vorsichtigen Annahmen jährlich nach Kosten und Steuern drei Prozent ab, wenn das Kapital erhalten bleiben soll. Das wären 30.000 Euro im Jahr oder umgerechnet 2.500 Euro pro Monat. Damit lässt sich durchaus leben, ohne sich von gesetzlichen Institutionen abhängig zu machen.

Wer jedoch schon früher in Deutschland ein siebenstelliges Vermögen sein Eigen nennen darf, hat in der Regel eine Firma gegründet oder beteiligt sich zumindest daran. Die Schweizer Credit Suisse zählte 2020 in einem internationalen Vergleich rund zwei Millionen Dollar-Millionäre in Deutschland. Und insgesamt 5,5 Billionen Dollar besaßen deutsche Millionäre umgerechnet Mitte des vergangenen Jahres, die überwiegend in Firmenanteilen, Immobilien oder Wertpapieren steckten.

Doch auch als Privatanleger kann man mit Ruhe, Geduld und jahrzehntelanger Investitionen ein stattliches Vermögen aufbauen, von dem man im Ruhestand zehren kann. Meiner Erfahrung nach mangelt es aber vielen an Zeit und Geduld, da oftmals falsche Erwartungen kursieren, was die Rendite einer Geldanlage angeht. Und wer das Ziel hat, vermögend zu werden, sollte schlicht und einfach früh genug anfangen und sein Geld mit einer hohen Aktienquote für sich arbeiten lassen.

Wem aber angesichts der letzten Monate der Dow Jones oder der DAX zu heikel ist, könnte erst einmal Schritt für Schritt an der Börse einsteigen – vor allem Aktien aus Schwellenländern, aber auch aus Europa sind im historischen Vergleich zurzeit sogar eher günstiger bewertet. Kurzfristig muss man aber bei der Aktienanlage durchaus mit heftigen Kursschwankungen rechnen; doch über einen Zeitraum von 15 Jahren und mehr ist die Wahrscheinlichkeit für Verluste aus den bisherigen Erfahrungen gleich Null.

Wenn Sie aber möglicherweise keine 40 oder 50 Jahre Ansparzeit mehr vor sich haben, müssten Sie zur Nutzung des Zinseszinseffektes schon eine hohe monatliche oder einmalige Investitionsbereitschaft zeigen. Wer bei diesem Vorhaben lieber mit Aktien direkt auf einzelne Unternehmen setzen möchte, sollte ausreichend viele Firmen mit langfristig erfolgsversprechenden Geschäftsmodellen auswählen.

Für ein solches Vorgehen gilt es aber immer nur das zu kaufen, was man auch versteht. Wenn also etwas zu schwierig zu verstehen ist, wenden wir uns zumindest etwas anderem zu. Auch Warren Buffett investiert mit seiner Beteiligungsfirma seit mehr als einem halben Jahrhundert nur in Firmen, deren Produkte und Geschäftsmodelle er auch möglichst gut versteht. Begonnen hat er übrigens mit dem Kauf und Weiterverkauf eines Sixpacks Coca-Cola-Flaschen, und heute ist er der größte Einzelaktionär dieses US-Konzerns.

Neben Investments an den weltweiten Kapitalmärkten haben viele heutige Millionäre, wie bereits eingangs erwähnt, ihr Vermögen in Immobilien stecken. Der Reiz mit einer geringen Eigenkapitalquote und einer Finanzierung mittels mickriger Zinsen den sogenannten Hebeleffekt zu nutzen, ist bis heute ein beliebtes Vorgehen. Doch für viele sind die renditestarken Anlageobjekte in mittleren und großen Städten kaum noch zu finden, geschweige zu bezahlen.

Daher ist gerade zum Einstieg der Aktienmarkt eine hervorragende Möglichkeit, sein Geld breit gestreut anzulegen. Vermögensverwalter rechnen hier in Zukunft immerhin mit rund 5 bis 6 Prozent Rendite. Wenn Sie bei der Umsetzung Unterstützung benötigen, dann tragen Sie sich einfach unter www.claus-roppel.de/termin oder im unteren Formular zu einem kostenfreien Erstgespräch ein. Denn wir helfen mit unserer ​Wohlstands-Akademie seit Jahren Privatanlegern, Unternehmern und Selbstständigen dabei, nachhaltig Vermögen aufzubauen und zu schützen.