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In den letzten Monaten haben die rasanten Aufs und Abs bei den Kursen vieler bekannter Kryptowährungen wie zum Beispiel dem Bitcoin für große mediale Aufmerksamkeit gesorgt. Und auch wir werden von vielen Interessenten immer wieder auf dieses Thema angesprochen, sodass wir nachfolgend das Konzept der Kryptowährungen einmal hinsichtlich eines potenziellen Investments analysieren.

Denn Fakt ist, dass die bekannteste Kryptowährung Bitcoin in der letzten Dekade das erfolgreichste Investment mit einer Performance von 48,52 Millionen Prozent (!!!) war. Der erste registrierte Bitcoin-Preis kam demnach im März 2010 zustande und betrug seinerzeit 0,003 Cent. Ende Januar 2020 stand dieser Preis bereits bei rund 23.000 Dollar (Stand: 26.12.2020). Bitcoin ist 2022 übrigens gerade einmal knapp 13 Jahre alt, sodass Kryptowährungen noch eine sehr junge Anlageklasse abbilden. Und entsprechend wenig Erfahrungen haben wir alle mit diesen.

Entwicklung-von-Bitcoin-Claus-Roppel

Doch schauen wir uns die junge Geschichte etwas näher an. Die größte und bekannteste Kryptowährung ist, wie bereits oben erwähnt, der Bitcoin. Der Begriff setzt sich zusammen aus dem Wort für die kleinste digitale Einheit, dem Bit, und dem englischen Wort Coin, für Münze. Dahinter steckt eine anonyme Person oder Gruppe mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto. Die Vision: eine digitale Währung, die Menschen direkt miteinander handeln können – und zwar in Sekundenschnelle. Und trotzdem manipulationssicher, denn die Währung ist in einer sogenannten Blockchain gespeichert, also einer dezentralisierten Datenbank.

So funktioniert die Blockchain

Das Ganze kann man sich wie einen Notizblock vorstellen, auf dem Käufer und Verkäufer ihre Transaktionen notieren. Der Notizblock wird mit jeder neuen Transaktion auf dieser Blockchain dicker, er bekommt dann einen neuen Eintrag. Jeder Nutzer hat nämlich eine vollständige Kopie des gesamten Notizblocks. Genau wegen dieser Transparenz muss auch keine Vertrauensinstanz, also keine Bank und kein Staat, mehr dazwischengeschaltet werden. Es gibt also von Bitcoins weder Scheine noch Münzen; sie existieren lediglich virtuell als digitale Zeichenfolge.

Spannend wird jedoch sein, wie sich auf lange Sicht das Thema Kryptowährungen im Zuge der Demokratisierung des Bezahlens etablieren könnte. Denn bereits Anfang September 2021 führte El Salvador den Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel ein. Die Bewohner des mittelamerikanischen Landes können also nun ihre täglichen Einkäufe mit Bitcoin zahlen und auch ihre Steuern in der digitalen Währung überweisen. Und auch die zentralafrikanische Republik ließ im April 2022 verlauten, dem digitalen Zahlungsmittel ebenfalls einen besonderen Stellenwert einzuräumen. Die Zentralafrikanische Republik ist damit das erste Land in Afrika, dass Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel offiziell eingeführt hat. Allerdings ist die Akzeptanz in der Bevölkerung El Salvadors in den letzten Monaten angesichts der starken Schwankungen bislang noch mäßig.

Kann sich Bitcoin als weltweites Zahlungsmittel durchsetzen?

In der EU wird das Thema jedoch eher skeptisch gesehen. Immer wieder kursieren Regulierungsforderungen, weil sich vor allem die Währungshüter wohl offensichtlich in ihrer bisherigen Währungssouveränität bedroht fühlen. Vorgeschoben werden im Zuge dessen meist die Themen Geldwäsche und Kriminalität. Doch die meisten Kriminellen verwenden zu 99,9 Prozent Dollar, Euro und andere Fiat-Währungen.

Bitcoin ist also eine dezentrale Währung, die ohne Kontrolle durch Dritte geschaffen wurde. Das hegt natürlich Zweifel, ob es sich wirklich um eine Währung im klassischen Sinne handelt. Denn zumindest hierzulande sind Bitcoins kein gesetzliches Zahlungsmittel. Niemand ist demzufolge verpflichtet, Bitcoins anzunehmen und nur wenige tun das überhaupt, wie ein paar Läden oder Cafés in einigen deutschen Städten oder der Essensbringdienst Lieferando. Dabei ziehen Unternehmen übrigens immer den jeweils aktuellen Kurs heran.

Welche Nachteile das haben kann, zeigt allerdings die allererste Bitcoin-Transaktion für ein reales Wirtschaftsgut. Ein Krypto-Enthusiast bezahlte im Mai 2010 zwei Pizzen mit Bitcoins. Gemäß dem damaligen Stand der Kryptowährung zahlte er für die Backwaren genau 10.000 digitale Münzen – das entsprach damals 41 Dollar. Heute wären diese Münzen – und damit auch die Pizzen – mehr als 400 Millionen Dollar wert.

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Diese Begleiterscheinungen machen jedoch deutlich, dass es relativ unwahrscheinlich ist, dass der Bitcoin oder eine andere Kryptowährung in den kommenden Jahren diesbezüglich einen großen Stellenwert einnehmen dürfte. In einigen Ländern wie in China oder der Türkei ist der Bitcoin bereits als Zahlungsmittel offiziell verboten. Und ähnlich wie die bekannten Währungen Euro, Dollar oder auch Schweizer Franken basiert der Wert der jeweiligen Kryptowährung immer nur auf dem Vertrauen derjenigen, die es gerade benutzen, handeln oder kaufen.

Lohnt sich ein Investment als langfristiger Investor?

Im Vergleich zu einem Sachwert wie einer Unternehmensbeteiligung, einer Immobilie oder einem Goldbarren steht bei Bitcoin & Co. kein realer Wert entgegen. Daher ähneln diese erheblichen Kursschwankungen wohl auch weiterhin einer Art Achterbahnfahrt. Und genau deswegen muss man sich als Privatinvestor auch ehrlich fragen, wie man emotional mit dieser extrem starken Volatilität umgehen kann. Wenn der Trend mehrheitlich wie in der kürzeren Vergangenheit nach oben zeigt, sind Schwankungen naturgemäß problemlos ertragbar. Wenn der Kurs aber in Schwächephasen, die es auch bei Kryptowährungen jederzeit geben kann, längere Zeit nur nach unten zeigt, dürften die Nerven vieler Investoren auf eine harte Probe gestellt werden.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Umweltbelastung: Das Herstellen eines Bitcoins, auch „minen“ genannt, benötigt extrem viel Rechnerkapazität. Dabei lösen zahlreiche Rechner weltweit nämlich gleichzeitig komplexe Gleichungen, die ihnen ein Algorithmus stellt. Derjenige, der zuerst zu einer Lösung kommt, verschickt sie an die anderen Rechner. Und wenn diese dann das Ergebnis für korrekt befinden, speichert der sogenannte „Miner“, von dessen Rechner die Lösung stammt, sie in der Blockchain und erhält dafür als Belohnung einen Bitcoin.

Doch mit jedem neuen Bitcoin werden diese Rechenaufgaben komplexer, benötigen mehr Kapazität – und somit auch mehr Strom. Sie sehen hier unten im Schaubild sehr gut, was eine durchschnittliche Bitcoin-Transaktion kostet bzw. für die Umwelt bedeutet. Insgesamt lassen sich Bitcoins aber nicht in unendlicher Form schürfen, da die Anzahl der Bitcoins auf 21 Millionen begrenzt ist. Ende April 2022 waren bereits rund 19 Millionen Bitcoins im Umlauf.

Was eine durchschnittliche Bitcoin-Transaktion kostet

Bevor Sie versuchen, die Auswirkungen des Erreichens der 21-Millionen-Grenze durch Bitcoin zu erkennen, müssen Sie wissen, ob er die 21-Millionen-Grenze überhaupt jemals erreichen wird oder nicht. Wenn man sich die aktuelle Komplexität des Mining-Prozesses ansieht, glauben die meisten Menschen, dass Bitcoin die 21-Millionen-Grenze vielleicht gar nicht erreichen wird. Die Miner müssen nämlich, wie bereits erwähnt, viele kryptografische Rätsel lösen, um die Blöcke zu verifizieren und zu validieren. Die Blöcke bestehen hauptsächlich aus einer bestimmten Anzahl von Bitcoins. Diese Blöcke werden gut an die Miner verteilt, die die Transaktion bestätigen.

Der Bitcoin wird außerdem alle vier Jahre halbiert. Im Anschluss daran werden aber auch die Belohnungen für die Schürfer halbiert. Durch diese Komplexität bieten Kryptowährungen – insbesondere Bitcoin – für Anleger natürlich eine hohe Attraktivität, da sie inflationsresistenter sind als Fiat-Währungen wie der US-Dollar oder der Euro. Ein weiteres Faustpfand ist das Thema Steuern. Denn wer in Bitcoins und Co. investiert, hat aktuell einen Freibetrag von 600 Euro. Die darüber hinaus erwirtschafteten Gewinne müssen jedoch versteuert werden, und zwar mit dem individuellen Steuersatz, der höher ist als die Kapitalertragssteuer etwa bei Aktien. Aber: Ab 12 Monaten Haltedauer sind Gewinne auf Kryptowährungen steuerfrei.

So denken wir über eine Geldanlage in Kryptowährungen

Am Ende des Tages ist das Ganze für jeden Einzelnen wohl ein Für und Wider. Die einen schätzen das digitale Geld aufgrund der starken Kursschwankungen und der kurzen Historie als viel zu riskant ein und sehen ein Investment wohl eher als Zockerei. Einige kritisieren, dass es an staatlicher und aufsichtsbehördlicher Regulierung mangelt. Andere wiederum sehen gerade mögliche Regulierungen als Gefahr – immerhin sind Zahlungen mit Kryptowährungen in anderen Ländern inzwischen verboten. Falls Sie jedoch einen kleinen Anteil von einem bis zwei Prozent Ihres Vermögens in Krypto anlegen wollen, empfiehlt es sich an den bekanntesten Kryptowährungen Bitcoin und Ethereum zu halten. Das sind nämlich die beiden Währungen mit der größten Marktkapitalisierung.

Legen Sie aber bitte nur Geld an, dass Sie in den kommenden drei bis vier Jahren nicht unbedingt brauchen. Wir raten unseren Mandanten, die ihr hart erarbeitetes Geld und Vermögen weiter aufbauen bzw. absichern möchten, jedoch oftmals davon ab, da viele Anleger mit den extremen Kursschwankungen nicht klarkommen und damit verbunden zweistellige Prozentverluste innerhalb von nur wenigen Stunden oder Tagen nur äußerst ungern in Kauf nehmen möchten. Dennoch glauben wir, dass die Blockchain-Technologie im Allgemeinen immenses Potenzial für das für Deutschland so wichtige Konzept der Industrie 4.0 hat.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Artikel einen seriösen Einblick in das Thema Kryptowährungen geben konnten. Wenn Sie beim Thema Vermögensaufbau jedoch gerne unsere Unterstützung und Expertise in Anspruch nehmen möchten, dann tragen Sie sich einfach unter www.claus-roppel.de/termin zu einem kostenfreien Erstgespräch ein. Denn wir helfen seit vielen Jahren Privatanlegern dabei, Vermögen aufzubauen und zu schützen. Übrigens legen dabei viele unserer Mandanten einen großen Schwerpunkt auf die weltweiten Börsen. Passend dazu könnte auch der Blogartikel unter folgendem Link interessant für Sie sein: www.claus-roppel.de/boerse/boerse-verstehen

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