November 19, 2020

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Inflation & Hyperinflation in der Corona-Krise? Die selbstgemachte Geldentwertung 

Dass Zentralbanken weltweit die Geldschleusen aufgemacht und Billionen von Euro auf den Markt geworfen haben, ist mittlerweile den meisten bekannt. Doch grundsätzlich müsste genau das nach der Logik von Angebot und Nachfrage die Inflation ankurbeln. Und das hierzulande schon historisch bedingt die Angst vor einer Inflation groß ist, hat wohl eben auch stark damit zu tun, dass die Deutschen im 20. Jahrhundert bereits ihre Erfahrungen mit der Hyperinflation gemacht haben, weshalb wir beide Punkte in diesem Artikel mit aufgreifen wollen.

Vorweg sei gesagt:  Als Inflation wird grundsätzlich eine Steigerung der Preise von Waren und Dienstleistungen bezeichnet, die dementsprechend mit einem Verlust der Kaufkraft des Geldes einhergeht. Steigt also die Inflation, schrumpfen Sparguthaben und Vermögen. Kapital, das mit einer geringeren Verzinsung als der Inflationsrate angelegt wird, verliert also ständig an Kaufkraft.

Daher sollten Sie als Sparer und Anleger bei der Geldanlage unbedingt darauf achten, dass die Verzinsung oder Rendite oberhalb der abgebildeten Inflationsrate liegen. Lag die Inflationsrate im Jahr 1992 beispielsweise noch bei satten fünf Prozent pro Jahr, sanken die Preise Mitte diesen Jahres gegenüber dem Vorjahr, also 2019, um 0,1 Prozent. Damit lag die jährliche Inflation seit Beginn der Corona-Krise noch in keinem Monat bei mehr als einem Prozent, obwohl die EZB, also die Europäische Zentralbank, seit Jahren das Ziel einer 2-Prozent-Inflationsrate verfolgt.

Inflationsrate Claus Roppel

Doch Fakt ist, dass die Sparkassen die Inflationsrate im kommenden Jahr bei rund drei Prozent sehen. Und auch die Europäische Zentralbank hat gerade erst ihre Inflationsobergrenzte von zwei Prozent gekippt. Viele Ökonomen sind mit Blick in die Zukunft aber gespalten. Einige gehen davon aus, dass die angesprochene enorme Geldmenge zu einer Mega-Inflation führen wird, da sich allein die Zentralbankgeldmenge seit 2008 verfünffacht hat. Ähnlich war es zu Zeiten des Ersten Weltkrieges, was nach dessen Ende in einer Hyperinflation endete.

Die daraus resultierende Enteignung des unteren Mittelstands, also jener Leute, die ihr Vermögen überwiegend in Form von Sparbüchern, klassischen Lebensversicherungen oder Bargeld hielten, war damit besiegelt. Davon sind wir zurzeit aber noch entfernt, denn tatsächlich bezifferte das Statistische Bundesamt die Teuerung wie bereits zu Beginn erwähnt im September auf minus 0,2 Prozent. Denn Energie und Benzin verbilligten sich, und auch die Mehrwertsteuersenkung trug dazu bei.

Vor allem letztere dürfte – wenn sie zum Jahresende wieder ausläuft – der Hauptgrund für jene drei Prozent sein, die die Sparkassen voraussagen. Doch wie berechtigt ist eigentlich die Angst der Deutschen vor der großen Inflation? Einer Studie der Notenbank FED zufolge, die Daten aus den letzten 600 Jahren zusammenfasst, besagt, dass die Inflation zwar nach Kriegen steigt, wenn zerstörte Produktionsanlagen wiederaufgebaut werden, was dann entsprechend Wachstum schafft.

Doch nach Pandemien wuchsen bisher nur die Löhne, weil die Zahl der Arbeitskräfte geschrumpft war. Vor allem Zinsen und Teuerung blieben danach rund 40 Jahre klein. Ob sich diese Theorie wiederholen lässt, bleibt fraglich. Doch unabhängig davon macht uns Corona alle zu größeren Vorsichtssparen. So ist der Geldbetrag auf Bankkonten mehr als 2,3 Billionen Euro schwer, was fast die Hälfte des gesamten deutschen Vermögens ist.

Denn die Deutschen agieren beim Konsumverhalten nach wie vor zurückhaltender. Laut einer Studie der ING Diba horteten die Menschen hierzulande allein im März rund 100 Milliarden Euro mehr als im Februar. Und auch die Sparquote ist von Januar bis März auf 16,7 Prozent angestiegen. Für das zweite Quartal rechnet man sogar mit knapp 20 Prozent, was bedeuten würde, dass die Bürger nur vier von fünf Euro, die sie einnehmen, derzeit auch wieder ausgeben würden. Doch in Zeiten von Null- und Niedrigzinsen vermehrt sich dieses Geld nicht, sondern es schrumpft mehr oder weniger.

Inflation einfach erklärt Claus Roppel

Denn dem neusten Bundesbankbericht nach ist die reale Rendite, die Privathaushalte erzielen – trotz ihrer Aktien und Fonds – seit 2016 negativ. Und aktuell beträgt dieses Minus rund zwei Prozent. Hiervor gilt es sich aber meiner Meinung nach bereits heute bestmöglich zu schützen, und zwar mit einem sogenannten Vermögensmix. Zwar ist keine Anlage ohne Risiko, doch teilt man sein Vermögen behutsam auf, kann man der Inflationsgefahr weitestgehend aus dem Weg gehen, sodass eine breite Streuung die beste Lösung darstellt.

Zum Beispiel mit Sachwerten wie Edelmetalle, Immobilien, Aktien oder Fonds. Vor allem letzteres stellt einen guten Schutz dar, denn anstatt selbst am Kapitalmarkt Aktien, Gold oder Anleihen zu erwerben, bieten sich dafür entsprechend Investmentfonds an. Ein Investmentfonds sammelt das Geld von Anlegern und dieses Kapital wird dann an den Finanzmärkten investiert. Der große Vorteil eines Fonds besteht in der Risikostreuung. Somit minimiert man das Risiko und setzt einen strategischen Vermögensaufbau und Vermögenserhalt auf.

Bei Fragen zur privaten Altersvorsorge können wir Sie natürlich mit unserer Expertise und Erfahrung unterstützen. Einfach unter www.claus-roppel.de/termin oder im unteren Formular zu einem kostenfreien Erstgespräch eintragen. Denn wir helfen mit unserer Wohsltands-Akademie seit Jahren Privatanlegern, Unternehmern und Selbstständigen dabei, nachhaltig Vermögen aufzubauen und zu schützen.

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