Dezember 8, 2020

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Geld anlegen in der Schweiz: Ist der Schweizer Franken ein sicheres Investment? (Fremdwährung) 

Die Corona-Krise zeigt Sparern und Anlegern, dass die astronomische (Neu-)Verschuldung der EU-Staaten und das damit verbundene Währungsrisiko eine erhebliche Herausforderung für das eigene Vermögen darstellt. Daher wollen wir uns in diesem Artikel einmal mit der Frage beschäftigen, was möglicherweise dafür oder auch dagegenspricht, Teile seines liquiden Bankguthabens in der Schweiz anzulegen.

Die Schweiz ist ein kleines Land mit etwas mehr als 8,5 Millionen Einwohnern und ist für viele auch als neutrale Wohlstandsinsel bekannt. Der demokratische Staat im Herzen Europas gehört zwar nicht zur Europäischen Union (EU), dennoch ist er aber durch verschiedene Abkommen teils eng an sie gebunden. An dieser Stelle sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass jeder Staat grundsätzlich ein sogenanntes Währungsmonopol besitzt, im Zuge dessen dieser eben durch das hoheitliche Recht für sein Staatsgebiet ein gesetzliches Zahlungsmittel ausgeben kann.

Hiervon ausgenommen sind jedoch die Mitgliedsstatten der Europäischen Währungsunion, die sich auf den Euro als gemeinsame Währung verständigt haben. Da die Schweiz diesem Konstrukt aber nicht angehört und das offizielle Zahlungsmittel bekanntlich der Schweizer Franken ist, stellt diese Fremdwährung für Sparer und Anleger durchaus eine Alternative dar. Wie die untere Grafik zeigt, ist der Schweizer Franken schon seit Jahrzehnten als stabile Währung bekannt.

Schweizer Franken Krisenwährung

Insbesondere das Schweizer Bankgeheimnis machte die Schweiz für lange Zeit zum Finanzparadies und war all jenen Sparern bekannt, die ihr Geld im Rahmen dieser ökonomischen Privatsphäre zu guten Zinsen anlegen wollten. Und auch deutsche Bürger entschieden sich dazu, ihr Vermögen in unser Nachbarland zu verlegen – sei es wegen besserer Verzinsung, der hohen Sicherheit oder Währungsspekulationen.

Doch auch wenn das alte Finanzparadies nach wie vor ein beliebter Zufluchtsort ist, hat es einige Schrammen erlitten: Denn nach der Entlarvung zahlreicher Steuersünder hat die Schweiz ihre Vorschriften verschärft. Allen voran die Lockerung des berühmten Schweizer Bankgeheimnisses sowie das Doppelbesteuerungsabkommen wären in diesem Zusammenhang zu nennen. Nach wie vor gehört die Schweiz aber dennoch zu den Ländern in Europa mit der höchsten Bonität.

Diese generell stabile Wirtschaftslage ist auch im Länderrating der renommierten Ratingagentur Standard & Poor´s repräsentiert. Demnach verfügt das Land über zuverlässige und stabile Schuldner und höchster Qualität. Schaut man sich aber die Entwicklungen des Schweizer Franken und dessen Wechselkurs zum Euro an, dann wird deutlich, dass sich die schweizerische Währung dem Euro seit 2005 kontinuierlich annähert.

Entwicklung Schweizer Franken Euro - Geld anlegen in der Schweiz

Monatliche Entwicklung des Wechselkurses des Euro gegenüber dem Schweizer Franken von November 2019 bis November 2020 (Quelle: statista.com)


Dabei ist vor allem die Zeit von 2012 bis 2015 eine Besonderheit, als die Schweizer Nationalbank (SNB) die Währung bei einem Stand von 1,21 an den Euro koppelte. Und als im Jahr 2015 dann dieser feste Wechselkurs aufgehoben wurde, wertete der Schweizer Franken innerhalb kürzester Zeit deutlich ab. Schaut man sich dann wiederrum den Wechselkurs von 2015 bis 2020 genauer an, wird klar, dass die Währung im Vergleich zum Euro nur noch in einem sehr schmalen Korridor schwankt.

Diese niedrige Volatilität macht den Schweizer Franken zu einer beliebten Währung in Krisenzeiten. Kein Wunder also, dass es auch während der Corona-Krise zu erhöhten Geldflüssen in die Schweiz kam. Allerdings sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass die Schweizerische Notenbank immer noch ihre Finger im Spiel hat, um die heimische Währung mittels Devisenkäufen zu stabilisieren und nicht zu stark aufwerten zu lassen.

Denn als während der Finanzkrise 2008 ebenfalls sehr viel Geld in die Schweiz floss und infolgedessen der Schweizer Franken massiv aufgewertet wurde, mussten die dortigen Währungshüter gigantische 450 Milliarden Franken in den Euro investieren. Dadurch hat in den vergangenen Jahren auch die dortige Notenbank ihre Bilanzsumme stark aufgebläht und an den Märkten interveniert, um die entsprechende Aufwertung des Franken zu dämpfen. Der Leitzins beträgt infolge dieser Geschehnisse weiterhin minus 0,75 Prozent (Stand: Dezember 2020).

Übrigens: Wer sich dennoch zu einer Geldanlage in der Schweiz entscheidet, hat durch die nationale Einlagensicherung Esisuisse auch im Konkursfall einer Bank Schutz von Einlagen bis zum maximalen Betrag von 100.000 CHF. Abschließend sei noch gesagt, dass der Schweizer Franken auch im Fürstentum Liechtenstein als Zahlungsmittel verwendet wird. Zudem besitzt der Schweizer Franken mit der 1000-Franken Banknote die teuerste Banknote der Welt.

Ob es sich auch in Ihrem konkreten Fall lohnt, Teile Ihres Bankguthabens in der Schweiz zu parken, lässt sich in einem kostenfreien Erstgespräch mit meinem Experten-Team und mir feststellen. Einfach unter www.claus-roppel.de/termin oder im unteren Formular zu einem kostenfreien Erstgespräch eintragen. Denn wir helfen mit unserer Wohsltands-Akademie seit Jahren Privatanlegern, Unternehmern und Selbstständigen dabei, nachhaltig Vermögen aufzubauen und zu schützen.

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