Finanzielle Selbstverteidigung für Ihr Geld
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Gesetzliche Rentenversicherung vor dem Aus: Darum droht JEDEM die Pleite im Alter!

Die gesetzliche Altersvorsorge steht einmal mehr vor einem gigantischen Scherbenhaufen – und daran werden auch nichts die Pläne der Ampelregierung etwas ändern. Das hat natürlich zur Folge, dass für viele Millionen Menschen hierzulande die Altersarmut irgendwann einmal bittere Realität wird.

Eigentlich paradox, dass sich die heutigen Rentner im kommenden Jahr noch über ein kräftiges Plus freuen dürfen, obwohl das System bereits jetzt an seine Grenzen stößt. Seit Jahren appelliere ich, dass ein Weiter-so uns alle massiven Wohlstand kostet und keinesfalls im Interesse der Politik sein dürfte.

Doch wenn man sich den Koalitionsvertrag der Ampel zu diesem Thema mal etwas genauer anschaut, wird schnell klar, dass das, was die Parteien bei der Rente vorhaben, maximal eine Alibi-Lösung darstellt. Denn wenn die sogenannten Babyboomer in Rente gehen, ist das System kaum noch zu finanzieren.

Denn jede zweite Person in Deutschland ist heute bereits älter als 45 und jede fünfte sogar älter als 66 Jahre. Als Konrad Adenauer das Umlageverfahren 1957 auf den Weg brachte, schien die Idee, dass eine Generation die andere versorgt, hervorragend. Und solange die Bevölkerung wuchs, funktionierte das ja auch. Anfang der 60er kamen beispielsweise auf einen Rentner sechs Beitragszahler. Heute aber sind es nur noch zwei Junge, die für einen Senior zahlen.

Denn was der erste Bundeskanzler nicht vorhersehen konnte, war der demografische Wandel. Als er die Rente nämlich reformierte, kamen gerade die Babyboomer, also die Jahrgänge 1955 bis 1970, zur Welt. Die Folgen von Adenauers Irrtum werden wir hierzulande spätestens ab 2025 zu spüren bekommen. Denn dann geht die genannte Generation der Babyboomer in Rente. Mit einem Mal fallen also viele Beitragszahler weg, wohingegen gleichzeitig die Zahl der Rentner rapide wächst.

Für die Rentenkasse heißt das einmal mehr, dass die Ausgaben die Einnahmen drastisch übersteigen werden. Vor schockartigen Finanzierungsproblemen warnte übrigens bereits im Sommer dieses Jahres der wissenschaftliche Beirat im Bundeswirtschaftsministerium. Denn die rentenpolitischen Maßnahmen der letzten Jahre haben geradewegs in eine Sackgasse geführt. Schon jetzt reichen die Beiträge, die Arbeitnehmer in die Rentenkasse einzahlen, bei Weitem nicht mehr aus.

Der Staat muss dementsprechend mit unseren Steuergeldern kräftig nachhelfen. 2020 waren es erstmals mehr als 100 Milliarden Euro, die die Regierung zuschießen musste. Das ist im Übrigen fast ein Drittel des Bundeshaushalts – also Geld, das für andere Investition fehlt. Und ohne eine wirkliche Rentenreform verschärft sich diese Lage meiner Einschätzung nach weiter.

Denn spätestens im Jahr 2060 könnte bereits über die Hälfte der Bundesmittel für die Finanzierung der gesetzlichen Rente draufgehen. Und das würde am Ende des Tages natürlich den Bundeshaushalt sprengen und wäre ohne massive Steuererhöhungen keinesfalls mehr finanzierbar. In diesem Zusammenhang haben Forscher des ifo-Instituts mal nachgerechnet und festgestellt, dass wenn man das Ganze über höhere Steuern finanzieren würde, zum Beispiel die Mehrwertsteuer bis 2050 auf 27 Prozent steigen müsste.

Eine solche Mehrbelastung der Verbraucher ist aber keinesfalls politisch durchsetzbar. Doch unabhängig davon, wie sich unser derzeitiges Rentensystem auch in Zukunft finanzieren lässt, ist eins Gewissheit: Die nachfolgenden Generationen können sich keinesfalls mehr rein auf die gesetzliche Rente verlassen. Zwar haben sich SPD, FDP und Grüne am Ende auf einen Kompromiss beim Thema Aktienrente geeinigt, der aber keinesfalls das Grundproblem löst.

Denn sie wollen zunächst einmal nur 10 Milliarden Euro aus Haushaltsmitteln an die Deutsche Rentenversicherung überweisen, die das Geld dann in Aktien und Anleihen anlegen soll. Das ifo- Institut hat das ebenfalls mal auf den Einzelnen runtergerechnet: Demnach könnte man mit diesen 10 Milliarden Euro jedem Rentner einmalig 240 Euro auszahlen; und danach wäre das Geld auch schon wieder aufgebraucht.

Um hingegen einen langfristigen Kapitalstock aufzubauen, von dem man auch lange zehren kann, bräuchte man mindestens einen dreistelligen Milliardenbetrag. Das würde dann auch schon näher an das schwedische Modell in puncto Rente herangekommen, dass ja im Wahlkampf sowohl von den Grünen als auch von der FDP immer wieder als Vorbild genommen wurde.

Nach Verlusten in den ersten Jahren steuerte der staatliche Rentenfonds im skandinavischen Land nämlich kontinuierlich ins Plus. Heute liegt die durchschnittliche Rendite sogar bei rund 11 Prozent. Am Ende des Tages gibt es aber nicht die „eine Wunderlösung“, um die Rente hierzulande zu retten. Vielmehr kritisiere ich die Situation, dass die Bundesbürger nur schwer abschätzen können, ob das Geld im Alter reicht oder nicht – Stichwort Rentenlücke.

Denn gerade das Chaos beim Thema Renteninformation hätte längst einmal digital geordnet werden müssen. Nichtsdestotrotz wird sich der Lebensstandard mit der gesetzlichen Rente allein nicht mehr halten können. Da hilft nur privat versorgen – und zwar rechtzeitig.

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